Augen schützen auf der Fahrradtour

„Wie Sie auf jeder Radtour Ihre Augen schützen und somit nicht nur den vollen, sondern auch den angenehmen Durchblick behalten!“

Es ist zwar keine Pflicht, aber jeder Radfahrer ist aus eigenem Interesse dazu angehalten, auf seiner Fahrradtour eine Brille zu tragen. Selbst wer nicht mit hohen Geschwindigkeiten unterwegs ist und auch nur eine kurze Strecke fährt, ist mit einem Augenschutz auf der allemal sichereren Seite. Das menschliche Auge gehört zu den sensibelsten Organen überhaupt und unterliegt im täglichen Leben einer besonders hohen Verletzbarkeit. Wem auch nur mal ein kleines Insekt ins Auge geflogen ist weiß, wie unangenehm das sein kann.

Aber beim Radfahren lauern meist noch mehr Gefahren, die weitaus schlimmere Folgen nach sich ziehen können. Oft sind wir auf der Radtour sich schnell ändernden Lichtverhältnissen ausgesetzt, die von den Sehorganen und dem Gehirn Höchstleistungen abverlangen. Das schnelle Umschalten von hellem Sonnenlicht auf eine schattige Umgebung oder umgekehrt gehören ebenso dazu, wie die unangenehmen Blendwirkungen entgegenkommender Autoscheinwerfer in der Dämmerung. Durch eine einfache Lichtschutzbrille, möglichst vom Optiker, können diese Reize schon recht wirkungsvoll eingedämmt werden. Das trägt zur aktiven Sicherheit von uns Radtourern bei. Eine gute Brille sollte in der Lage sein, das Augen schädigende UV-Licht wirksam zu filtern, da sich ansonsten die Sehkraft langfristig und merklich verschlechtern kann – und wer möchte nicht immer gute Augen haben, sowohl in jungen Jahren wie auch im hohen Rentenalter.

Neben den traditionellen, oft farbigen Brillengläsern, finden sich im Fachhandel auch Modelle mit sogenannten foto-chromatischen Gläsern, die sich automatisch den jeweiligen Lichtverhältnissen anpassen. Oft wird unter uns Radfahrern auch die Auffassung vertreten, dass mit Kontaktlinsen dieselbe Wirkung erzielt werden könnte und diese Variante preiswerter wäre. Mediziner warnen vor dieser Methode, da die Linsen bei heftigem Fahrtwind durch Tränenflüssigkeit aufgeschwemmt werden können und so leicht ihren Halt verlieren.

Das Thema Zugluft beim Radfahren hat bei der Auswahl der optimalen Brille ebenfalls eine sehr hohe Bedeutung, hier kommt es auf die zweckmäßigste Brillenform an. Viele Marken bieten hervorragend windschlüpfrig gestylte Fahrradschutz-Brillen an. In besonders kundenorientierten Optiker-Filialen kann man in einem miniaturisierten Windkanal aber auch die entsprechenden Modelle vor dem Kauf ganz individuell testen. Für Radfahrer, die auch im richtigen Leben eine Brille tragen, bietet der Handel sogenannte Clip-In Aufsätze für die normale Alltagsbrille an. Oft ist diese Lösung für den Träger aufgrund des hohen Gewichtes aber einfach zu unbequem.

Einer weitaus größeren Gefahr sind wir auf der Radtour jedoch durch Fremdkörper ausgesetzt, die bereits bei geringen Geschwindigkeiten zu schmerzhaften Augenverletzungen führen können. Die Situation ist besonders dann sehr kritisch, wenn in diesem Moment kein Helfer zu Stelle ist, der Erste Hilfe leisten kann. Wenn es sich nur um ganz kleine Fremdkörper oder Insekten handelt, greift in der Regel nach kurzer Zeit der Schutzmechanismus des menschlichen Auges. Tränenflüssigkeit wird dann in solchen Mengen produziert, dass der Eindringling wie von selbst wieder „ausgespült“ wird. Reiben des Augenlieds, womöglich noch mit Druck auf die Pupille, sollte auf jeden Fall vermieden werden. Hilfreich kann hier sein, das Oberlied mit Daumen und Zeigefinger tief nach unten zu ziehen und danach wieder vorsichtig und langsam nach oben zu schieben. Sehr effektiv wäre auch das Auswaschen des Auges unter fließendem kalten oder lauwarmen Wasser. Allerdings steht uns diese Möglichkeit auf der Radtour nur selten zur Verfügung.

Wesentlich komplizierter ist die Selbsthilfe, wenn scharfkantige oder spitze Gegenstände das Auge des Fahrers treffen und das womöglich noch im belebten innerstädtischen Straßenverkehr. Glück im Unglück, wenn gleich ein Helfer zur Stelle ist, der ärztliche Hilfe herbeiholen kann. Ansonsten entfällt bei einer solchen Verletzung jede Art der Selbstmedikation. Keinesfalls dürfen Splitter und scharfkantige Fremdkörper durch medizinische Laien aus dem Auge entfernt werden. Hier hilft tatsächlich nur ein Facharzt und es hat auch wenig mit Feigheit zu tun, wenn in diesem Fall, ohne zu zögern, der Notarzt benachrichtigt wird. Bis dahin sollte, so gut es geht, Ruhe bewahrt und beide Augen mit einem dunklen Tuch abgedeckt werden.

Neben der Schutzfunktion, die das Tragen einer Sportbrille mit sich bringt, ist das Fahren selbst, besonders bei Gegenwind sehr viel angenehmer, besonders auf längeren Strecken. Der Fahrtwind wird vom Auge abgehalten, das Tränen der Augen wird unterbunden und auch kleinste Staub- oder Sandpartikel bleiben außen vor.

So wie Schutzhelm und wetterfeste Kleidung aus dem Online Shop schon zur Selbstverständlichkeit für die übergroße Mehrheit der Fahrradfreunde geworden sind, sollte das auch die Fahrradbrille sein. Hier darf der eigenen Gesundheit zu liebe, auch nicht am falschen Ende gespart werden. Augenverletzungen können weitreichende private und berufliche Folgen für das ganze Leben nach sich ziehen.

Das sollte eigentlich jeden Radfahrer vor seiner nächsten Tour zu einem Besuch beim Optiker motivieren. Ganz pfiffige Zeitgenossen beziehen ihre Sportbrille sogar kostengünstig und einfach über das Internet. Der nachfolgende Link hilft dabei.

Günstige Sportbrillen direkt vom Optiker

Ich wünsche Ihnen allzeit gute Fahrt und angenehme Sicht.

Ihr
Benno Siegrist
 
 

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4 Responses to “Augen schützen auf der Fahrradtour”

  1. Mir hat die Brille bis jetzt auch das Augenlicht gerettet. Da sind schon mehrere Insekten dran zerschellt, auch mit nicht so hoher Geschwindigkeit!

  2. Ralf sagt:

    Guter Beitrag. Darüber habe ich noch nicht wirklich viel nachgedacht beim Radfahren. Meisten habich einfach eine Sonnenbrille auf, so dass mir wenigstens keine Viecher in die Augen fallen.

  3. Manja sagt:

    Ich finde es gut, dass darüber mal berichtet wird. Ich kenne so viele Radfahrer, die dieses Thema nicht ernst nehmen und einen Fall, der wirklich Probleme bekommen hat mit seinen Augen. War eine ziemlich schmerzhafte Erfahrung. Das wissen jedoch die meisten nicht oder sie ignorieren es. Daher gefällt mir dieser Artikel besonders.

  4. Lui sagt:

    Finde ich auch gut, das man mal darüber berichtet. Kenne das Problem selber, fahre viel Fahhrad und das oft ohne entsprechender Brille! Den Salat hatte ich dann als ich eine Bindegewebentzündung bekamm, ich weiß nicht ganu ob s davon kommt, aber liegt sehr nahe durch den Zug, Fliegen etc. Naja seit dem fahre ich eigentlich nur noch mit Brille. Besser ist es alle mal 🙂

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