Die ausgezeichnete Radtour am Main – Teil 2

P8185095-Artikelbild-Mainufer-Neustadt

Der Main – Schon in Teil 1 unserer Radreise hat uns dieser wunderschöne Fluss beeindruckt. Von seinen beiden Quellen im Fichtelgebirge und der Fränkischen Schweiz aus, hat er uns bis nach Würzburg begleitet. In Würzburg knüpfen wir nun an diesen ersten Teil an und folgen den restlichen 270 Kilometern des vom ADFC mit 5 Sternen ausgezeichneten Main-Radwegs durch die Bundesländer Bayern und Hessen bis zum Rhein.

Freuen Sie sich auch in diesem zweiten Teil unserer Radtour am Main auf eine vielfältige Natur, überwältigende Baukunst und Kultur, einen genussreichen Äppelwoi und viele gemütliche Radkilometer.

Damit Sie nichts von dieser wunderbaren Vielfalt verpassen, finden Sie auf dieser Seite umfangreiche Informationen in Schrift und Bild. Hierzu gebe ich Ihnen:

  • Tipps für die Anreise,
  • eine Beschreibung der Radtour in 2 Teilen,
  • Tipps zu den regionalen Spezialitäten, die Sie unbedingt probieren müssen, und
  • alles Wissenswerte, das für die Vorbereitung und Durchführung dieser Radtour nützlich ist

Am Ende dieser Webseite finden Sie Links, mit denen Sie alle wichtigen Helfer wie Karten, Verzeichnisse zu günstigen Unterkünften, kulinarische Rezepte, die besten Weinlieferanten, unverzichtbare Bücher und vieles mehr einsehen können.

 


 
 

Die Anreise nach Würzburg

Auch wenn die Anreise mit dem eigenen Fahrzeug die bequemere Lösung darstellt, ist die Fahrt mit der Bahn die doch entspanntere Variante und deshalb zu empfehlen. Wie Sie sich auch immer entscheiden, spätestens am Ende der Radtour, nämlich bei einer Rückreise zu Ihrem Fahrzeug, wird die Nutzung einer Zugverbindung notwendig sein. Deshalb habe ich Ihnen hier einen Link eingepflegt, mit dem Sie direkt zur Bahnauskunft gelangen.

Zur Bahnauskunft (hier klicken)
 

Wer eine längere Anreise hat und in Würzburg übernachten möchte, findet mit diesem Link die besten Angebote.

Zu den preiswerten Unterkünften von Würzburg (hier klicken)

 

Die Main Radtour in 2 Teilen

Damit genügend Zeit für Natur, historische Vielfalt und kulinarische Genüsse bleibt, habe ich die Tour in 2 Teile mit mehreren leicht fahrbaren Etappen unterteilt. Teil 1 verläuft von der Quelle bis Würzburg, Teil 2 (hier auf dieser Seite beschrieben) erstreckt sich von Würzburg bis nach Mainz. Sie können die Etappen nach eigenem Ermessen verkürzen, wenn Sie mehr Besichtigungen einpflegen wollen. Die Sportler unter Ihnen können auch gerne längere Strecken fahren.

Bei Ihrer ganz persönlichen Einteilung hilft Ihnen ein handelsübliches Radtourenbuch oder eine der gängigen Karten. Hier zwei Exemplare, die ich Ihnen empfehlen kann:

Zum Radtourenbuch Main-Radweg (hier klicken)

Zum Kartenmaterial (hier klicken)

 

Tagesetappe 1 – Von Würzburg nach Lohr (ca. 60 Kilometer)

Wir wollen den zweiten Teil unserer Radtour am Main in Würzburg beginnen. Da wir die Besichtigung dieser großartigen Stadt schon im ersten Teil der Tour durchgeführt haben, wollen wir an dieser Stelle direkt mit dem Radfahren starten.

Wer den ersten Teil der Maintour und die Besichtigung von Würzburg versäumt hat, kann alles über den folgenden Link nachlesen.

Zum ersten Teil der Main-Radtour (hier klicken)
 

Für den zweiten Teil treffen wir uns an der Alten Mainbrücke in Würzburg und folgen dem Radweg auf der linken Seite des Flusses nach Norden in Richtung Lohr.

Es sind einige Kilometer zu absolvieren, bis wir die industriell geprägten Vorstädte von Würzburg hinter uns gelassen haben. Aber schon die Ortschaft Veitshöchheim bietet uns nach knapp zehn Kilometern ein deutlich freundlicheres Bild.

 

P8123503-Veitshöchheim-Main

 

779 wurde Veitshöchheim erstmals erwähnt und erlangte 1246 mit der Wahl des deutschen Königs eine bescheidene Berühmtheit. Die beiden wichtigsten Sehenswürdigkeiten in diesem sehenswerten Ort sind das Schloss und die Kirche St. Vitus.

Wenn wir von unserem Radweg aus den Main überquert haben und am rechten Ufer angelangt sind, folgen wir der Würzburger Straße nach links in Richtung Schloss. Kurz vor dem Haupteingang zum Schloss erkennen wir die Pfarrkirche St. Vitus

 

P8123493-Sankt-Vitus-Veitshöchheim-Gebäude

 

P8123480Sankt-Vitus-Veitshöchheim-Altar P8123474Sankt-Vitus-Veitshöchheim-Orgel

 

Der Vorgänger der heutigen Kirche geht auf das Jahr 1200 zurück. Von dieser ehemals romanischen Kirche steht noch der Turm. Das Langhaus wurde im 17. Jahrhundert ersetzt und zeigt mit seiner Portalfront Elemente des römischen Barock. Durchaus sehenswert ist vor allem die Innenausstattung mit einem Altarbereich im Stil der Gotik.

Kurz nach der Pfarrkirche St. Vitus erkennen wir den Haupteingang zum Schloss Veitshöchheim.

 

P8123447-Schloss-Veitshöchheim

 

Das als Sommerresidenz der Fürstbischöfe von Würzburg erbaute Schloss wurde nach einer zweijährigen Bauzeit 1682 fertig gestellt. 1753 gab ihm der berühmte Balthasar Neumann, ein Baumeister des Barock und Rokoko, sein heutiges Aussehen. Das Bauwerk ist von einem Hofgarten umgeben, der im französischen Rokokostil 1760 angelegt wurde. Er ist einer der wenigen Anlagen dieses Stils, der in Deutschland noch erhalten ist.

Wir kehren wieder zum linken Ufer des Main zurück und folgen dem weiteren Verlauf des Radwegs. Nachdem wir Margetshöchheim hinter uns gelassen haben, zeigen uns die stilvoll angelegten Weinberge, warum Würzburg als Zentrum der fränkischen Weine gilt.

Wer schon jetzt die umfangreiche Auswahl dieser schmackhaften Weine genießen möchte, kann sich über den folgenden Link damit versorgen.

Zum köstlichen Frankenwein (hier klicken)
 

Von den Weinbergen umrahmt, folgen wir dem idyllischen Main-Radweg entlang des Flusses. Dabei streifen wir die Ortschaften Erlabrunn, Zellingen, Himmelstadt und Laudenbach mit ihrer wunderschönen Lage direkt am Main. In Mühlbach wechselt der Radweg über eine ziemlich enge Brücke auf das rechte Ufer. Dort liegt das 1202 gegründete Karlstadt.

 

P8123635-Karlstadt-Main

 

Nachdem wir die Brücke überquert haben, ignorieren wir die Beschilderung des Radwegs und folgen der Straße gerade aus bis zum Oberen Torturm aus dem 15. Jahrhundert.

 

P8123540-Karlstadt-Oberer-Torturm

 

Nach links abgebogen durchqueren wir das Portal des Torturms und gelangen so in die Altstadt von Karlstadt. Hier finden wir die Hauptstraße und folgen der gut ausgebauten Fußgängerzone mit ihren Bauwerken aus mehr als sieben Jahrhunderten.

Als erstes sehenswertes Bauwerk finden wir in der Hauptstraße auf der rechten Seite die Spitalkirche (Hauptstraße 67). Zugegeben, diese ehemalige Kirche des Pründnerspitals wirkt auf den ersten Blick sehr unscheinbar und machte bei meinem letzten Besuch einen recht zerfallenen Eindruck. Trotzdem bin ich froh die Innenräume besichtigt zu haben und ihnen diese sehenswerte Ansicht zeigen zu können.

 

P8123547-Karlstadt-Spitalkirche

 

Kurze Zeit später erreichen wir mit der Hauptstraße den Marktplatz und sein spätgotisches Rathaus von 1422.

 

P8123553-Karlstadt-Rathaus

 

Wer am Wochenende in Karlstadt eintrifft, kann im Sommer an einem der ausgiebigen Weinfeste teilnehmen. Diese finden vor allem im Bereich des Marktplatzes statt. Die dortigen Weinspezialitäten können Sie auch jetzt schon über diesen Link probieren.

Zum köstlichen Frankenwein (hier klicken)
 

Wir überqueren den Marktplatz und folgen weiter der Hauptstraße, die immer noch als Fußgängerzone ausgebaut ist. Am Ende der Fußgängerzone biegen wir rechts ab und erreichen so den Kirchplatz. Dort finden wir die Stadtpfarrkirche St. Andreas.

 

P8123592-Karlstadt-Sankt-Andreas

 

P8123610-Karlstadt-Sankt-Andreas-Altar P8123601-Karlstadt-Sankt-Andreas-Orgel

 

Die ältesten Teile der Stadtpfarrkirche gehen auf den Anfang des 13. Jahrhunderts zurück, also kurz nach der Stadtgründung. Aus dieser Zeit ist auch der romanisch frühgotische Westturm erhalten geblieben, der 1585 um ein weiteres Geschoss erhöht wurde. Alle andern Bereiche wurden von 1370 bis 1520 in eine gotische Hallenkirche umgestaltet. In den Innenräumen sind verschiedene Kunstschätze aus allen Jahrhunderten der Stadtgeschichte zu finden.

Wieder auf die Hauptstraße zurückgekehrt, folgen wir dieser nach rechts bis wir auf die Ringstraße stoßen. Dort nach links in Richtung des Flusses und somit zurück zu unserem Main-Radweg.

Nun geht es am rechten Ufer des Main auf dem asphaltierten Radweg weiter. Zur Linken begleitet uns der Fluss, rechts von uns finden wir die Bahnlinie und die B26. So durchfahren wir für zehn Kilometer ein sehr naturbelassenes Gebiet, das an seinen Steilhängen nur noch selten einen sinnvollen Weinbau zulässt. Trotz der steilen Hänge an den Ufern des Flusses, bleibt unser Radweg flach und somit gemütlich befahrbar. In Gemünden geht es über die Brücke wieder auf das linke Mainufer, um dem Autoverkehr der B26 zu entfliehen. Nach weiteren zehn Kilometern durch dieses erholsame Gebiet erreichen wir Lohr am Main.

 

P8123725-Lohr-Main

 

In Lohr wechseln wir über die Neue Mainbrücke auf das rechte Ufer und treffen kurz danach direkt am Fluss auf einen größeren Parkplatz, der teilweise auch als Stellplatz für Camper genutzt wird. Mit der Fußgängerampel überqueren wir die Osttangente (St2315) und sind schon nach wenigen Metern direkt in der Altstadt von Lohr. Hier werden wir auf der Fischergasse von den ersten Fachwerkhäusern begrüßt.

 

P8185143-Lohr-Altstadt

 

An der nächsten Weggabelung biegen wir rechts ab (Turmstraße) und finden nach etwa einhundert Metern die Hauptstraße, in die wir nach links einbiegen. Wir folgen der Hauptstraße und entdecken eine ganze Fülle von historischen Bauwerken aus verschiedenen Jahrhunderten, die meisten davon mit kunstvoll ausgearbeitetem Fachwerk ausgestattet.

 

P8185181-Lohr-Altstadt-Hauptstrasse

 

Die erste Besiedelung des Gebiets von Lohr geht auf das 8. Jahrhundert zurück. Lohr selbst wurde 1295 als Kernort der Grafschaft Rieneck erstmals urkundlich erwähnt und erhielt 1333 das Stadtrecht. Über die Jahrhunderte hinweg hat diese Stadt vor allem durch die Bauwerke der Hauptstraße ihren historischen Charme erhalten können.

Nun folgen wir der Fußgängerzone der Hauptstraße und in deren Verlängerung der Ludwigstraße weiter gerade aus. Wenn wir dann auf die B26 (Rechtenbacher Straße) stoßen, erkennen wir die etwas hinter den Bäumen versteckte Auferstehungskirche. Diese 1934 geweihte evangelische Kirche entstand durch den Umbau von Schulhaus und Betsaal, die in einem Gebäude von 1870 beheimatet waren.

 

P8185221-Lohr-Auferstehungskirche

 

P8185232-Lohr-Auferstehungskirche-Altar P8185236-Lohr-Auferstehungskirche-Orgel

 

Über Ludwigstraße und Hauptstraße schlendern wir wieder zurück zum Main und genießen alle Attraktionen der Fußgängerzone von Lohr. Bevor wir aber nach rechts in die Turmstraße abbiegen, gehen wir noch einige Schritte gerade aus und folgen somit der Großen Kirchgasse. Diese Gasse bringt uns zur Stadtpfarrkirche St. Michael und zur Klosterkirche St. Joseph.

 

P8185149-Lohr-Sankt-Michael-Altar PA201475-Lohr-Sankt-Michael-Orgel

 

Die Pfarrkirche St. Michael steht auf den Fundamenten einer romanischen Pfeilerbasilika und frühmittelalterlichen Vorgängerbauten. Im 12. Jahrhundert wurde mit dem Bau dieser spätgotischen Kirche begonnen, der sich durch verschiedene Erweiterungen bis in das 15. Jahrhundert erstreckte. Die Innenausstattung stammt aus dem 19. Jahrhundert.

 

P8185167-Lohr-Sankt-Joseph-Altar P8185172-Lohr-Sankt-Joseph

 

Direkt neben der Stadtpfarrkirche entdecken wir die Klosterkirche St. Joseph, die 1651 bis 1665 erbaut wurde. Ihre Innenausstattung spiegelt die schlichte Lebensweise der Kapuziner wieder.

Nach einem solch ereignisreichen Tag ist es nun höchste Zeit sich eine Unterkunft zu suchen. Der nachfolgende Link hilft dabei:

Zu den günstigen Unterkünften von Lohr (hier klicken)
 

In Lohr am Main beenden wir nicht nur diesen schönen Tag, sondern auch die erste Tagesetappe des zweiten Teils unserer Radtour am Main. Ich wünsche einen schönen Abend und eine erholsame Nacht.

 

Tagesetappe 2 – von Lohr nach Wertheim (ca. 45 Kilometer)

Nachdem wir uns in Lohr von der ersten Tagesetappe erholt haben, treffen wir uns am nächsten Morgen an dem schon erwähnten großen Parkplatz direkt am Ufer des Main. Mit der schon bekannten Neuen Mainbrücke überqueren wir den Fluss und folgen dem Radweg in südliche Richtung. Fast zehn Kilometer begleiten wir den Main und durchfahren die Ortschaften Sendelbach und Pflochsbach.

 

P8185095-Mainufer-Neustadt

 

Im darauf folgenden Erlach angekommen, ist ein Wechsel des Mainufers als durchaus sinnvoll anzusehen. Entlang der Mainuferstraße treffen wir auf eine moderne Fußgängerbrücke, die uns über den Main nach Neustadt bringt. Dort erwartet uns die Kirche der ehemaligen Benediktinerabtei aus dem 12. Jahrhundert, die direkt an der Hauptstraße (St2315) zu finden ist.

 

P8185045-Neustadt-Abteikirche

 

P8042570-Neustadt-Abteikirche-Altar P8042587-Neustadt-Abteikirche-Orgel

 

Wir bleiben auf der rechten Seite des Main und folgen dem Radweg entlang der St2315. Vier Kilometer später kommen wir in der Ortschaft Rothenfels an. Hier ist auch die Burg Rothenfels zu Hause, die uns von ihrem Hochsitz aus freundlich begrüßt. In der heutigen Zeit wird die Burg aus dem 12. Jahrhundert als Bildungsstätte und Jugendherberge betrieben. Somit kann sie auch von uns Radlern als Bildungs- und Übernachtungsmöglichkeit genutzt werden.

 

P8042554-Burg-Rothenfels

 

Wenn wir in den Ort hinein fahren, können wir auf der Hauptstraße den Turm einer Kirche entdecken, die zwischen den Häusern versteckt liegt. Es ist die Stadtpfarrkirche Maria Himmelfahrt mit ihrem 1750 errichteten Kirchturm. Wegen der direkt anstoßenden Stadtmauer fehlen dieser 1610 bis 1612 erbauten Kirche sowohl eine Hauptfassade als auch der zugehörige Hauteingang. Diese äußere Unvollständigkeit gleicht die Kirche aber mit einer durchaus sehenswerten Innenausstattung aus.

 

P8042527-Rothenfels-Kirche-Altar P8042529-Rothenfels-Kirche-Orgel

 

Für weitere fünf Kilometer bleiben wir am rechten Mainufer und folgen der verkehrsarmen St2315. Nach der Ortschaft Hafenlohr nutzen wir die Alte Mainbrücke von Marktheidenfeld und überqueren den Fluss.

 

P8042478-Marktheidenfeld-Mainufer

 

Am linken Ufer angekommen, biegen wir rechts ab und befinden uns nun am Mainkai, der Uferpromenade von Marktheidenfeld. Diese beschauliche Ortschaft geht auf das 8. Jahrhundert zurück. Von 1397 stammt die erste Erwähnung als Stadt.

Das Kleinod von Marktheidenfeld ist die St. Laurentius Kirche, die seit 700 Jahren einer ständigen baulichen Veränderung unterworfen ist. Dadurch lassen sich Elemente im romanischen, gotischen, barocken und neubarocken Stil erkennen. Wir finden diese schmucke Kirche vom Mainkai aus, wenn wir links der Glasergasse, rechts dem Marktplatz und dann links der Kirchgasse folgen.

 

P8042443-Marktheidenfeld-Pfarrkirche-Sankt-Laurentius

 

P8022295-Marktheidenfeld-Pfarrkirche-Sankt-Laurentius-Altar P8022298-Marktheidenfeld-Pfarrkirche-Sankt-Laurentius-Orgel

 

Wieder zum Mainkai zurückgekehrt, setzen wir unsere Fahrt auf dem Main Radweg fort. Auf den nächsten sechs Kilometern erwarten uns sehr schöne Passagen entlang eines naturbelassenen Gebiets.

 

P8042497-Marktheidenfeld-Landschaft

 

In Homburg angekommen grüßt uns vom Felsen herab das Schloss gleichen Namens. Dieses auf das 12. Jahrhundert zurück gehende Schloss ermöglicht den Blick auf eine wunderschöne Landschaft.

 

P8042337-Schloss-Homburg P8042347-Homburg-Mainufer

 

Auf den nächsten vierzehn Kilometern bleiben wir auf der linken Flussseite und erfreuen uns an einer gemütlichen Radtour. Dicht bewaldete Berghänge begleiten unseren Weg.

 

P8022113-Eichel-Mainufer

 

In manchen Karten ist in Urphar eine Wehrkirche aus dem 13. Jahrhundert eingezeichnet. Der gut ausgeschilderte, recht beschwerliche Weg zu dieser Kirche macht aber nur dem interessierten Radler wirklich Freude, der vorher einen Besichtigungstermin vereinbart hat. Ohne vorherige Absprache ist die Wehrkirche nämlich geschlossen. Deshalb vorab diese Telefonkontakte nutzen: 09342-4817 oder -4944 oder -3445.

Sehr spontan hingegen sind die klassischen Wasserübungen der ortsansässigen Jugend zu beobachten. Hier bedarf es weder einer Terminvereinbarung noch einer umfangreichen Überredungskunst, damit sich die Burschen der Gegend von ihrer sportlichen Seite zeigen.

 

P8022131-Eichel-Main-Badespass

 

Nur wenige Kilometer später erreichen wir Wertheim, die größte Stadt des Main-Tauber-Kreises. Die Gründung von Wertheim geht wahrscheinlich auf das 7. / 8. Jahrhundert zurück. Diese Siedlung erstreckte sich nördlich des Main in der Region des heutigen Kreuzwertheim. Erst als im 12. Jahrhundert die am linken Mainufer sichtbare Burg erbaut wurde, entwickelte sich auf diesem Gebiet das heutige Wertheim.

 

P7271289-Burg-Wertheim

 

Es war das Adelsgeschlecht der Reginbodonen, die sich mit dieser Burg als Grafen von Wertheim niederließen. Schon in dieser Zeit konnten die Menschen den Blick auf die wunderschöne Flusslandschaft von Main und Tauber genießen.

 

P9094069-Wertheim-Main-Tauber-Zufluss

 

Auch die Tauber, die in Wertheim in den Main fließt, bietet einen wunderschönen und idyllischen Radweg. Wer Lust hat, kann auch diese Radtour mit mir erkunden. Hier der Link:

Zur Radtour an der Tauber (hier klicken)
 

Bevor wir unsere Main Radtour fortsetzen, sollten wir uns die Stadt Wertheim ein wenig genauer betrachten. Wenn wir auf dem Main Radweg entlang der Eichelgasse (L2310) die Stadt Wertheim erreicht haben, führt uns der Radweg nach rechts über die Brücke zum rechten Mainufer nach Kreuzwertheim. (Hinweis: Diesen Punkt merken wir uns, da wir nach der Stadtbesichtigung wieder hierher zurück kehren.)

Wir aber fahren noch ungefähr hundert Meter gerade aus und biegen dann nach links in die Weiterführung der Eichelgasse ein. Nur kurze Zeit später geht links die Schlossgasse ab, die jeden Interessenten einer Burgbesichtigung auf knapp zwei schweißtreibenden Kilometern hinauf zur Burg Wertheim bringt. Für die Stadtbesichtigung hingegen bleiben wir auf der Eichelgasse und gelangen so in die Fußgängerzone. Dann geht es nach links mit der Maingasse zum historischen Marktplatz.

 

P9093976-Wertheim-Altstadt

 

An der Häuserzeile entlang treffen wir nach dem Marktplatz auf die spätgotische Stiftskirche. Ihre Ursprünge gehen auf romanische Gründungen aus dem 13. Jahrhundert zurück. Für den Betrachter bietet sich eine hoch aufragende Kirche, die vor allem durch ihre Innenarchitektur besticht.

 

P9093903-Wertheim-Stiftskirche

 

P8022053-Wertheim-Stiftskirche-Altar P8022061-Wertheim-Stiftskirche-Orgel

 

Direkt gegenüber finden wir die spätgotische Kilianskapelle. Sie wurde 1472 für die damaligen Stiftsherren erbaut, später als Lateinschule genutzt. In unserer heutigen Zeit gilt sie als eine der schönsten gotischen Doppelkapellen Deutschlands.

 

P8022008-Wertheim-Kilianskapelle PA039847-Wertheim-Kilianskapelle-Innenraum

 

Nun gehen wir rechts an der Stiftskirche vorbei und folgen der Mühlenstraße (L506) nach links. Schon wenige hundert Meter weiter betreten wir auf der rechten Straßenseite den Rosengarten, eine Teilrekonstruktion des ehemaligen barocken Gartens der fürstlichen Hofhaltung.

 

P9094007-Wertheim-Rosen P9094006-Wertheim-Rosengarten

 

Direkt am Rosengarten finden wir eine Brücke, die uns zum linken Ufer der Tauber bringt. Dort gibt es einen asphaltierten Weg (Hämmelsgasse) an der Tauber entlang, dem wir nach rechts folgen. So entdecken wir eine sehr interessante Wohngegend mit direktem Ausblick auf den Fluss.

 

P9093860-Wertheim-Tauber-in-der-Stadt P9093837-Wertheim-Tauber

 

Bitte achten Sie hier darauf, dass Sie nicht den Fußgängerweg nehmen, der direkt am Fluss entlang führt. Dies wäre zwar die attraktivere Variante, doch müssen Sie am Ende dieses Weges Ihr Fahrrad eine Treppe hoch wuchten.

Die Hämmelsgasse geht gerade aus in die Bahnhofstraße über. Entlang der Bahnhofstraße entdecken wir die Friedrichstraße, in die wir nach links einbiegen. Schon erkennen wir die katholische Stadtpfarrkirche St. Venantius (Bismarckstraße).

 

P9207368-Wertheim-Sankt-Venantius

 

P9093761-Wertheim-Sankt-Venantius-Altar P9093772-Wertheim-Sankt-Venantius-Orgel

 

Diese 1840 bis 1842 im Rundbogenstil erbaute Kirche ist in unseren Tagen in der Version von 1869 sichtbar.

Auf der Friedrichstraße die Anhöhe wieder hinunter und nach rechts in die Bahnhofstraße, erreichen wir die Brücke über die Tauber und folgen dieser nach links. Dann überqueren wir die Lindenstraße (L506) und folgen der Brückengasse bis zum Marktplatz. An dieser Stelle ist es nun an der Zeit die Tagesetappe 2 zu beenden und uns um eine Unterkunft zu kümmern. Der nachfolgende Link führt Sie zu den preiswerten Möglichkeiten von Wertheim.

Zu den preiswerten Unterkünften von Wertheim (hier klicken)
 

Erholen Sie sich gut und laden Sie die verbrauchte Energie wieder auf. Bis zur nächsten Etappe.

 

Tagesetappe 3 – von Wertheim nach Aschaffenburg (ca. 75 Kilometer)

Sicherlich erinnern Sie sich noch an die Schilder des Main Radwegs an der Eichelgasse (L2310). Dort wollen wir uns zur Tagesetappe 3 treffen und über die Brücke zum rechten Ufer des Main fahren. Nun sind wir in Kreuzwertheim gelandet und folgen dem Radweg auf der Brückenstraße. Schon nach kurzer Zeit biegt der Radweg links ab und führt uns direkt an den Fluss.

Es folgen fast dreißig Kilometer auf einem gemütlichen Radweg entlang eines wunderschönen Flusses, der sich durch ein naturbelassenes Gebiet schlängelt.

 

P7271234-Fechenbach-Mainufer

 

In Kirschfurt folgen wir der Beschilderung des Main Radwegs und wechseln über eine Brücke wieder auf das linke Ufer. Hier grüßt uns die Burgruine Freudenberg aus dem 12. Jahrhundert.

 

P7271120-Burgruine-Freudenberg

 

Nun sind es nur noch knapp zehn Kilometer bis Bürgstadt. Das bewaldete Gebiet des rechten Mainufers sorgt für viel frische Luft und eine angenehme Fahrt. Stellenweise ist zwischen den Bäumen der für den Spessart typische Buntsandstein zu erkennen.

 

P7271041-Bürgstadt-Main

 

Wenn wir mit dem Main Radweg auf er Josef-Ullrich-Straße von Bürgstadt angekommen sind, biegen wir kurz danach links in die Kleine Maingasse ein. Dann rechts auf die Freudenberger Straße und mit ihr zur Alten Pfarrkirche St. Margareta auf der linken Seite.

 

P7271080-Bürgstadt-Sankt-Margaretha P7271071-Bürgstadt-Sankt-Margaretha-Innenraum

 

Die Kirche St. Margareta stammt aus dem 13. Jahrhundert und wurde bis in das 18. Jahrhundert hinein durch Anbauten stetig erweitert.

Wir gehen um die Pfarrkirche herum, am Pfarramt vorbei und treffen so auf die Martinsgasse. In diese biegen wir nach links ein und finden ungefähr einhundert Meter weiter die um 950 erbaute Martinskapelle. Nachdem Sie im Laufe der Jahrhunderte verfallen war, wurde sie von 1589 bis 1628 wieder hergerichtet. Im Rahmen dieses Wiederaufbaus wurde sie mit den berühmten Fresken ausgestattet, die auf vierzig Medaillons Darstellungen aus der Heilsgeschichte zeigen.

 

P7271107-Bürgstadt-Martinskapelle P7271112-Bürgstadt-Martinskapelle-Innenraum

 

Den zur Pforte der Martinskapelle passenden Schlüssel erhält man in der benachbarten Gärtnerei.

Nun fahren wir auf dem gleichen Weg zurück zur Josef-Ullrich-Straße, auf dem wir gekommen sind. Weiter geht es auf dem Main Radweg in Richtung Miltenberg, das wir nur kurze Zeit später erreichen.

Schon 155 n. Chr. erkannten die Römer die militärische Bedeutung des Engpasses am Mainknie zwischen Odenwald und Spessart. Dementsprechend sind auch heute noch römische Baureste vom seinerzeit errichteten vorderen Limes in der Nähe von Miltenberg zu finden. Trotz der baulichen Aktivitäten dieser berühmten Vorfahren verdankt die Stadt Miltenberg ihre Existenz aber nicht den Römern, sondern vielmehr der um 1200 erbauten Mildenburg. Unter dem Schutz dieser Burg konnte sie sich zu einer sehenswerten Stadt mit prächtigen Bauwerken entwickeln. Schon bei unserer Ankunft wird dies durch die hübsch anzusehende Main-Promenade deutlich.

 

P7270700-Miltenberg-Main-Uferpromenade

 

Nachdem wir die sehr gepflegte Promenade am Mainufer genießen konnten, verlassen wir den Radweg für eine kleine Runde durch die sehenswerte Altstadt von Miltenberg. Am Ende der Uferpromenade, das gleichbedeutend mit dem Ende des Busparkplatzes ist, blicken wir nach links und entdecken die Stadtpfarrkirche St. Jakobus. Eine Fußgängerampel bringt uns über die Mainstraße genau dort hin.

 

P9093435-Miltenberg-Stadtpfarrkirche-Sankt-Jakobus

 

P7270767-Miltenberg-Stadtpfarrkirche-Sankt-Jakobus-Altar P7270772-Miltenberg-Stadtpfarrkirche-Sankt-Jakobus-Orgel

 

Ihren Ursprung hatte die katholische Pfarrkirche St. Jakobus im 13. Jahrhundert. Die in unserer Zeit sichtbare klassizistische Version wurde 1782 als Neubau geplant und 1830 vollendet.

Wenn wir um die Kirche herum gehen, treffen wir auf die Fußgängerzone und den historischen Marktplatz mit seinen wunderschön restaurierten Fachwerkhäusern.

 

P7270790-Miltenberg-Marktplatz

 

Am hinteren Ende der auf diesem Bild sichtbaren Häuserzeile befindet sich der Aufgang zur Mildenburg. Da es sich hier um einen Fußweg handelt, müssen wir unsere Fahrräder am Marktplatz zurück lassen.

Schon bei unserer Überquerung der Mainstraße per Fußgängerampel konnten wir die um 1200 vom Mainzer Erzbischof errichtete Mildenburg erkennen. Das bei dieser Perspektive sichtbare Wohngebäude mit hohem Dach und Treppengiebel ist bei den Erweiterungsbauten des 14. Jahrhunderts entstanden. Nach dem kurzen aber steilen Aufstieg zur Burg, können wir uns vor allem an dem Weitblick über die Stadt und den Main erfreuen.

 

P9093334-Miltenberg-Miltenburg P7270804-Miltenberg-Miltenburg-Fernblick

 

Wir kehren zum Marktplatz zurück und folgen der Hauptstraße (Fußgängerzone) nach rechts. Viele sehenswerte Fachwerkhäuser säumen unseren Weg, darunter auch das Gasthaus „Zum Riesen“, das als eines der ältesten Gasthäuser Deutschlands gilt.

 

P7270935-Miltenberg-Altstadt

 

Am Ende der Fußgängerzone bringt uns die Untere Walldürner Straße hinauf zur evangelischen Pfarrkirche St. Johannes, die 1897 erbaut wurde.

 

P7270970-Miltenberg-Pfarrkirche-Sankt-Johannes P7270980-Miltenberg-Pfarrkirche-Sankt-Johannes-Innenraum

 

Wir fahren wieder zurück zur Hauptstraße und stoßen dort auf die Franziskaner Klosterkirche. Nachdem 1630 der Franziskanerorden zur Stabilisierung der konfessionellen Verhältnisse nach Miltenberg berufen wurde, begann man 1667 mit dem Bau der Klosterkirche. Mit dem Chor wurde dieses Kirchenbauwerk 1687 vollendet.

 

P7270991-Miltenberg-Franziskaner-Klosterkirche

 

P7271001-Miltenberg-Franziskaner-Klosterkirche-Altar P7271006-Miltenberg-Franziskaner-Klosterkirche-Orgel

 

Nun folgen wir weiter der Hauptstraße und verlassen die Altstadt durch das Würzburger Tor. Wir biegen nach links in die Luitpoldstraße (St2209) ab und fahren direkt auf das Mainufer zu. So gelangen wir wieder zur Uferpromenade und somit zu unserem Main Radweg. Ein zweites Mal können wir diese schmucke Mainpromende mit ihrer gepflegten Anlage und den zahllosen Ausflugsschiffen genießen.

 

P7270730-Miltenberg-Schifffahrt

 

An dieser Stelle möchte ich darauf hinweisen, dass Sie den Main auch auf einer Flusskreuzfahrt entdecken können. Der folgende Link hilft Ihnen die passende Reise zu finden.

Zu den Flusskreuzfahrten auf dem Main (hier klicken)
 

Auf den nächsten fünf Kilometern werden wir entlang der St2310 nach Kleinheubach geführt. Wir überqueren den Main und erkennen auf der gegenüber liegenden Anhöhe das Kloster Engelberg.

 

P8112728-Großheubach-Kloster-Engelberg

 

Wenn wir dem Radweg weiter folgen, erreichen wir am rechten Mainufer den Ort Großheubach. Auf der dortigen Hauptstraße entdecken wir ein Schild, das uns nach rechts zum Kloster Engelberg führt. Wer einen Abstecher zu diesem sehr sehenswerten Kloster unternehmen möchte, sollte sich auf zwei recht anstrengende Kilometer einstellen. Doch jeder, der diesen schweißtreibenden Abstecher geschafft hat, kann sich an einer bemerkenswerten Klosterkirche, einem wunderschönen Fernblick und an den erfrischenden Angeboten der Klosterschänke erfreuen.

 

P8112669-Großheubach-Kloster-Engelberg-Altar P8112682-Großheubach-Kloster-Engelberg-Orgel

 

P9093644-Großheubach-Kloster-Engelberg-Fernblick

 

Ursprünglich wurde der Engelsberg Rulesberg genannt und diente als heidnische Kultstätte. Um 1300 errichteten christlich orientierte Menschen eine Kapelle aus Holz und weihten diese dem Erzengel Michael, der als Anführer der himmlischen Heerscharen einen gewichtigen Gegenpart zu den ehemaligen heidnischen Aktivitäten darstellt. 1310 bekam der Erzengel Michael Verstärkung durch eine Marienstatue. Fortan war die Kapelle mit der Doppelverehrung von Michael und Maria das Ziel von Wallfahrten gläubiger Christen. Als die Anzahl der Pilger immer größer wurde, baute der Mainzer Erzbischof 1630 ein Kloster und berief die Kapuziner auf den Engelsberg. Ludwig I. von Bayern ersetzte diese 1828 durch die bayrischen Franziskaner. Auch in unserer Zeit steht der Engelsberg als Wallfahrtsort zur Verehrung von Maria und auch von Michael bei den Christen an oberster Stelle.

Wir kehren zur Hauptstraße von Großheubach zurück und folgen dem Radweg nach rechts in Richtung Aschaffenburg. Nach diesem anstrengenden Ausflug zum Engelsberg haben wir die jetzt folgenden neun Kilometer auf einem gemütlichen Radweg durch ein sehr erholsames Grün verdient.

 

P7240598-Laudenbach-Mainufer P7240637-Trennfurt-Mainufer

 

Direkt am Main geht es nun weiter nach Klingenberg. Es sind etwa neun Kilometer bis wir die Mainbrücke der Ortschaft erreichen. Von rechts grüßt uns die um 1100 von Conradus Colbo erbaute Clingenburg. In dem unterhalb der Burg terrassenförmig angelegte Weinberg wird der Klingenberger Rotwein angepflanzt.

 

P7240554-Klingenberg-Ruine-Clingenburg

 

Über die Brücke in Klingenberg wechseln wir zur linken Seite des Main. Nun erwarten uns etwas mehr als fünfundzwanzig Kilometer auf einem gemütlichen Radweg, vorbei an Feldern, Wiesen und der ein oder anderen Ortschaft. Dabei schmiegt sich der Radweg zum überwiegenden Teil eng an den Fluss. In Aschaffenburg angekommen, wechseln wir mit der Willigisbrücke an das rechte Mainufer. Dabei fällt unser Blick auf das Schloss Johannisburg.

 

P7240467-Aschaffenburg-Schloss-Johannisburg

 

Die erste Besiedlung der Gegend von Aschaffenburg geht auf das 5. Jahrhundert zurück und wurde von den Alemannen vollzogen. Im Laufe der Jahrhunderte und vor allem im Mittelalter, entwickelte sich die Stadt zur zweiten Residenz der Mainzer Kurfürsten und Erzbischöfe. Bis 1803 hatten diese hohen Herren ihren Wohnsitz im Schloss Johannisburg, das von Georg Ridinger 1605 bis 1614 im Stil der Renaissance errichtet wurde. Ab 1814 hielt die Bayrische Krone Einzug in das Schloss. In unserer Zeit ist der Freistaat Bayern als Eigentümer zu verzeichnen. Somit ist das Schloss für alle frei zugänglich und bietet uns neben dem historischen Bauwerk umfangreiche Attraktionen aus den Bereichen der Kunst, der Literatur und mit seinem Schlossgarten auch der Natur.

Wenn wir den Main über die Willigisbrücke überquert haben und wieder auf das Niveau des Flusses hinab gefahren sind, weichen wir vom offiziellen Main Radweg ab und unternehmen ein kleine Stadtrundfahrt. Hierbei gilt es bei der Abfahrt von der Brücke die Dalbergstraße zu entdecken, der wir gerade aus folgen. Schon nach kurzer Zeit erreichen wir, am Rathaus vorbei, die Stiftskirche.

 

P7240474-Aschaffenburg-Stiftskirche

 

P7240477-Aschaffenburg-Stiftskirche-Altar P7240478-Aschaffenburg-Stiftskirche-Orgel

 

Ein Jahr nach der Gründung des Kollegiastifts St. Peter und St. Alexander wurde unter Otto von Schwaben 975 mit dem Bau der Stiftskirche begonnen. Mit dem Aufstieg Aschaffenburgs zur zweiten Residenz der Mainzer Erzbischöfe, stieg auch die Bedeutung der Stiftskirche zur Hauptkirche der Stadt. Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich die geistliche Macht des Stifts zum größten Grundbesitzer der Stadt. In seiner Blütezeit besaß das Stift 17 Pfarreien und verschiedene Landgüter, Weinberge und Mühlen. Nach der Auflösung des Kollegiastifts im Jahre 1802 ging dieser Besitz durch verschiedene Hände, bis er schließlich 1814 als Allgemeiner Schul- und Studienfonds dem Land Bayern zugeteilt wurde. Die inzwischen zur Stadtpfarrkirche reduzierte Stiftskirche wurde 1958 von Papst Pius XII. zur päpstlichen Basilica minor erhoben.

Am Ende der Dalbergstraße biegen wir nach links in die Landingstraße ein. Diese bringt uns auf direktem Weg zum schon erwähnten Schloss Johannisburg.

Mit diesen Eindrücken beenden wir die dritte Tagesetappe und suchen uns eine Unterkunft in Aschaffenburg. Der nachfolgende Link hilft Ihnen dabei etwas passendes zu finden.

Zu den günstigen Unterkünften von Aschaffenburg (hier klicken)
 

Erholen Sie sich gut und füllen Sie die verbrauchte Energie wieder auf, denn die vierte Etappe wartet schon auf Sie.

 

Tagesetappe 4 – von Aschaffenburg nach Frankfurt (ca. 55 Kilometer)

Der beste Platz für den Start zur vierten Tagesetappe ist die Willigisbrücke in Aschaffenburg. Von ihr aus folgen wir der Beschilderung des Main Radwegs in Richtung Frankfurt hinunter auf das Flussniveau.

Bevor wir dem Radweg weiter folgen, blicken wir zurück (Richtung Süden) und erkennen dort den Floßhafen mit seinen einladenden Ausflugsschiffen.

 

P7240425-Aschaffenburg-Schifffahrt

 

Wer spätestens bei diesem Anblick auf die Idee gekommen ist eine Flusskreuzfahrt anzutreten, dem kann mit diesem Link weiter geholfen werden. Im gewissen Rahmen ist hierbei auch die Mitnahme des Fahrrads erlaubt.

Zu den wunderschönen Flusskreuzfahrten (hier klicken)
 

Nun wenden wir uns dann doch Richtung Norden und folgen dem Main Radweg nach Frankfurt. Dabei grüßen uns am Ortsausgang von Aschaffenburg das Pompejanum und der Frühstückstempel.

 

P7240373-Aschaffenburg-Mainufer

 

Das Pompejanum stammt mit seiner gelben Fassade aus der Mitte des 19. Jahrhunderts und wurde seinerzeit von König Ludwig I. in Auftrag gegeben. Es ist der Nachbau eines Hauses in Pompeji, das Castor und Pollux, den Söhnen es Zeus, gehörte (Casa dei Dioscuri).

Der auf dem vorigen Bild rechts neben dem Pompejanum liegende weiße Bau ist der sogenannte Frühstückstempel. Er wurde 1782 errichtet und gehört zum Garten von Schloss Johannisburg.

Weiter geht es am rechten Ufer des Main entlang auf einer gemütlichen Radstrecke. Auf den nächsten zwölf Kilometern streifen wir die Ortschaften Mainaschaff und Kleinostheim. Am Ortseingang von Dettingen wechseln wir über eine Brücke auf das linke Ufer nach Mainflingen. Dort bringen uns weitere fünf Kilometer über Kleinwelzheim nach Seligenstadt. Auch hier treffen wir auf die allgegenwärtige Flussschifffahrt.

 

P7240214-Seligenstadt-Main-Schifffahrt

 

Schon im Jahr 100 n. Chr. waren im Gebiet von Seligenstadt Aktivitäten der Römer zu verzeichnen. Diese bauten im Bereich des heutigen Marktplatzes und der Altstadt von Seligenstadt das Castrum Selgum, das zur Sicherung des am Main verlaufenden Limes diente. Am 11. Januar 815 wurde die Stadt erstmals in einer Schenkungsurkunde mit dem Namen Obermulinheim erwähnt. Der damals Beschenkte war ein Mann namens Einhard, seines Zeichens Biograph von Karl dem Großen. Dieser gründete ein Benediktinerkloster, dessen Überreste das heutige Wahrzeichen von Seligenstadt darstellen.

 

P7240250-Seligenstadt-Einhard-Basilika

 

P7240263-Seligenstadt-Einhard-Basilika-Altar P7240269-Seligenstadt-Einhard-Basilika-Orgel

 

Mit dem Bau des als Einhard Basilika benannten Wahrzeichens von Seligenstadt wurde 830 begonnen. Das ursprüngliche Bauwerk mit seiner angeschlossenen Klosteranlage wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach verändert und erweitert. Seine größte Veränderung erlebte die Anlage Ende des 17. Jahrhunderts, als sie nach den schwerwiegenden Beschädigungen des Dreißigjährigen Krieges umfangreich restauriert werden musste. Bis in unsere Zeit ist eine eindrucksvolle Basilika entstanden, die 1925 von Papst Pius XI. sogar zur Basilica minor erhoben wurde.

Der berühmteste Bestandteil dieser sehr sehenswerten Basilika sind die Reliquien der frühchristlichen Märtyrer Marcellinus und Petrus, die im 9. Jahrhundert auf etwas umstrittene Weise von Rom nach Seligenstadt kamen.

Wir finden die Basilika mit ihrem wunderschönen Garten direkt entlang des Radwegs in der Nähe der Schiffsanlegestelle des Fährbetriebs von Seligenstadt.

Auf den nun folgenden Kilometern ist eindeutig zu erkennen, dass wir dem dicht besiedelten Rhein-Main-Gebiet immer näher kommen. Links und rechts des Ufers taucht eine Siedlung nach der andern auf. Trotzdem befinden wir uns immer noch direkt am Fluss, was unserer Radtour einen nach wie vor naturverbundenen Charakter verleiht.

Bei Kahl am Main überqueren wir die Landesgrenze und wechseln somit von Bayern nach Hessen. In manchen Karten ist bei Großkrotzenburg, dem Nachbarort von Kahl, das Schloss Emmerichshofen eingezeichnet. Dort gibt es zwar einen Campingplatz und sehr schöne Seen, aber das Schloss ist in Privatbesitz und für Besucher nicht geöffnet.

 

P8011924-Großkrotzenburg-See

 

Also setzten wir unsere Reise am linken Ufer fort und streifen dabei Klein-Krotzenburg und Hainstadt. In Klein-Auheim verlassen wir die Nähe des Mains und fahren ein Stück durch den unscheinbaren Ort. Aber schon bald geht es wieder am Fluss entlang nach Steinheim.

Wenn wir in Steinheim den Main Radweg verlassen und den Schildern in Richtung Altstadt folgen, treffen wir dort auf das Schloss Steinheim (Navi-Eingabe: Schlossstraße 9, 63456 Hanau).

 

P5259849-Schloss-Steinheim

 

Als dieses Bauwerk 1222 erstmalig als Castrum Steinheim erwähnt wurde, war es noch eine Burg und gehörte den Herren von Eppstein. 1425 wurde die Burg an das Erzbistum Mainz verkauft, in dessen Besitz es bis 1803 verblieb. Im Laufe dieser Jahrhunderte wurde die Burg zu einem Schloss ausgebaut. In unserer Zeit ist das Schloss Steinheim Eigentum der Stadt Hanau und beherbergt ein Museum mit Ausstellungsstücken aus der Ortsgeschichte sowie der regionalen Vor- und Frühgeschichte.

Wir kehren zum Radweg zurück und folgen diesem bis zur Steinheimer Brücke. Mit dieser Brücke überqueren wir den Main und gelangen so auf die rechte Uferseite nach Hanau. Dort nach links in die Straße Am Steinheimer Tor, rechts in die Friedrich-Ebert-Anlage, links in die Brüder-Grimm-Straße, rechts in die Gärtnerstraße, links in die Calvinstraße und über die Kölnische Straße gerade aus bis zur Straße Am Markt. Am Ende des sich nun öffnenden Platzes finden wir das Rathaus mit dem Nationaldenkmal der Brüder Grimm (Navi-Eingabe: Am Markt).

 

P8143895-Hanau-Neustädter-Rathaus

 

Dieses Denkmal wurde zu Ehren der in Hanau geborenen Gebrüder Grimm 1896 vor dem Rathaus enthüllt.

Vor dem Rathaus stehend folgen wir der Straße Am Markt nach links und fahren in deren Verlängerung gerade aus auf der Krämerstraße. Dann nach links auf die Herrnstraße, rechts zum Kanaltorplatz, gerade aus auf die Straße Vor dem Kanaltor und weiter gerade aus auf die Philippsruher Allee. Die Philippsruher Allee bringt uns direkt zum Schloss Philippsruhe mit seinem wunderschönen Schlosspark.

 

P5259825-Hanau-Schloss-Philippsruhe

 

Graf Philipp Reinhard war der Gründer des heutigen Schlosses und ließ es von 1700 bis 1725 im Stil des Barock erbauen. Zusätzlich zu dem beeindruckenden Bauwerk wurde in dieser Zeit der Schlossgarten angelegt, den man nach dem französischen Vorbild von Schloss Clagny gestaltete. Im Laufe der Jahrhunderte erfreute sich die Anlage verschiedenster Umbauten und Erweiterungen. Die bedeutendsten Veränderungen erfolgten unter Friedrich Wilhelm von Hessen-Rumpenheim in den Jahren 1880 bis 1884. In unserer Zeit ist im Schloss das Historische Museum zu finden. Aber auch mit Schlosskonzerten und Märchenfestspielen macht dieses sehenswerte Bauwerk mit seiner erholsamen Gartenanlage auf sich aufmerksam.

Neben dem Schloss direkt am Main verläuft der Kesselstädter Leinpfad. Wenn wir diesem in Richtung Offenbach folgen, können wir entweder mit der Fußgängerbrücke oder später bei Dörnigheim mit der Fähre an das linke Ufer zurückkehren. So kommen wir auch wieder zum Main Radweg und folgen diesem nach Offenbach.

Nun befinden wir uns mittendrin im stark besiedelten Rhein-Main-Gebiet. Aber trotz dieser hier vorherrschenden Siedlungs- und Industriegebiete zeigt unser Radweg immer noch die ein oder andere naturbelassene Passage.

 

P5259726-Offenbach-Mainufer

 

Auch wenn Offenbach als eher neuzeitliche Arbeitersiedlung bekannt ist, so birgt es doch das ein oder andere sehenswerte Bauwerk aus vergangenen Tagen. Wenn wir dem Radweg entlang des Main folgen, erstreckt sich links von uns eine Mauer, welche uns von der verkehrsreichen Mainstraße trennt. Einer der beschilderten Durchgänge in dieser Mauer bringt uns zum Schloss Isenburg (Navi-Eingabe: Schlossstraße 66).

 

P5259687-Offenbach-Isenburger-Schloss

 

Im 16. Jahrhundert ließ das Grafengeschlecht Isenburg dieses gleichnamige Schloss im Stil der Renaissance errichten. Das bemerkenswerte an diesem Bauwerk ist die unterschiedliche Gestaltung der beiden Hauptfassaden. Die südliche der Stadt zugewandte Fassade zeigt den aufgelockerten Stil der Renaissance. Hingegen wurde die dem Main zugewandte Nordseite als wehrhaft militärischer Teil gestaltet. In unserer Zeit ist das Isenburger Schloss Bestandteil des Campus der Hochschule für Gestaltung.

Nun folgen wir der Mainstraße in Richtung Frankfurt und entdecken nach etwa zweihundert Metern auf der linken Seite die Herrnstraße. In diese eingebogen, trifft unser Blick auf das mit der Hausnummer 82 versehene Büsing-Palais.

 

P8143790-Offenbach-Büsing-Palais

 

Ursprünglich wurde das Büsing-Palais 1775 von zwei Fabrikanten als Herrenhaus mit zugehörigem Landschaftsgarten errichtet. Als Freiherr Adolf von Büsing dieses Anwesen Ende des 19. Jahrhunderts kaufte, beauftragte er seine Erweiterung zu einem neobarocken Stadtpalais. Das inzwischen der Stadt Ofenbach gehörende Bauwerk beherbergt in unseren Tagen das Klingspor-Museum, die Stadtbibliothek und das Standesamt.

Wir kehren zum schon bekannten Durchgang in der Mauer zurück und folgen nun dem Main Radweg nach links in Richtung Frankfurt. Wegen der immensen Anzahl an Sehenswürdigkeiten in dieser Main-Metropole, wollen wir die Tagesetappe 4 an dieser Stelle beenden und die Stadtbesichtigung von Frankfurt für den nächsten Tag einplanen. Deshalb nutzen wir den nachfolgenden Link und buchen eine der preiswerten Unterkünfte in dieser Gegend.

Zu den preiswerten Unterkünften von Frankfurt und Umgebung (hier klicken)
 

Denken Sie bei Ihrem wohlverdienten Abendessen auch daran die vielfältigen Spezialitäten dieser Region zu genießen. Das wohl berühmteste, meist etwas gewöhnungsbedürftige, Schmankerl der Hessen ist der Äppelwoi. Er wirkt nicht nur durch seinen alkoholischen Inhalt, sondern fördert auch die Geschwindigkeit Ihrer Verdauung.

 

Tagesetappe 5 – von Frankfurt nach Mainz (ca. 40 Kilometer)

Nachdem Sie die Spezialitäten Frankfurts verarbeitet und verkraftet haben, machen wir uns auf den Weg zur Stadtbesichtigung. Dabei beschränken wir uns im Rahmen dieses Reiseberichts auf die markanten Sehenswürdigkeiten, die wir im Umfeld des Main erkunden können. Wer noch tiefer in die Geschichte der Stadt Frankfurt eintauchen möchte, kann dies mit Hilfe dieses Buches tun.

Zu den eindrucksvollen Perspektiven Frankfurts (hier klicken)
 

Wenn wir von Offenbach kommen, führt uns der Radweg am linken Ufer des Main entlang. So treffen wir in Frankfurt auf das sogenannte Museumsufer, das seinem Namen alle Ehre macht und entlang seines Ufers diverse Museen beherbergt.

Hingegen liegt die Altstadt mit ihren kostenlos zugänglichen Sehenswürdigkeiten am rechten Ufer. Also fahren wir hoch auf die Flößerbrücke und begeben uns auf der gegenüber liegenden Uferseite wieder hinunter auf den Fahrrad- und Fußweg, so dass wir vom Autoverkehr unberührt bleiben.

Von hier aus erkennen wir schon den hohen Turm des Kaiserdoms, der uns als Orientierungpunkt dient. Wenn wir nun auf unserem Weg in Richtung Westen entlang der Altstadt von Frankfurt immer mal wieder nach rechts schauen, entdecken wir die Straße Zum Pfarrturm, die uns direkt zum Domplatz bringt. Dort steht der Frankfurter Kaiserdom St. Bartholomäus.

 

P8011891-Frankfurt-Kaiserdom P8021945-Frankfurt-Kaiserdom-Orgel

 

Die ersten Bauwerke an dieser Stelle gehen nachweislich bis auf das 7. Jahrhundert zurück. Der aktuelle Kaiserdom selbst entstand zwischen 1250 und 1514. Es ist nicht die kirchliche Bedeutung, die dieses Gebäude so besonders macht, denn der Dom wurde niemals als Kathedrale eines Bischofs genutzt. Vielmehr ist es seine politisch-geschichtliche Rolle als Wahl- und Krönungskirche der römisch-deutschen Kaiser, die ihn zum berühmten Symbol der Einheit im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation erhebt.

Am Nebeneingang des Kaiserdoms finden wir die Bendergasse, die uns durch das Gewirr der Bauwerke zum Markt geleitet. Dort treffen wir auf einen offenen Platz mit sehr gut erhaltenen Fachwerkhäusern, in denen überwiegend die Gastronomie zu Hause ist.

 

P8011770-Frankfurt-Marktplatz

 

Auch eine Kirche ist am Rande dieses Platzes zu finden. Es ist die Alte Nicolaikirche, die als Saalkirche um 1150 erbaut wurde. Im Laufe der Jahrhunderte hielt auch die Gotik Einzug in dieses Bauwerk.

 

P8011754-Frankfurt-Alte-Nikolaikirche P8011832-Frankfurt-Alte-Nikolaikirche-Innenraum

 

Das wohl berühmteste Bauwerk am Platz ist der Römer. Seit dem 15. Jahrhundert ist der Gebäudekomplex aus insgesamt elf eigenständigen Gebäuden der Amtssitz des Rathauses von Frankfurt am Main.

 

P8238110-Frankfurt-Rathaus-Römer

 

Im letzten Jahrhundert sollen sogar die Aktiven der Frankfurter Eintracht, dem größten ortsansässigen Fußballverein, auf dem Balkon des Römers gestanden haben, um mit ihren Fans den ein oder anderen Fußballtitel zu feiern. Die Älteren unter Ihnen werden sich vielleicht noch ganz dunkel daran erinnern können.

An der Alten Nikolaikirche vorbei bringt uns die Kruggasse wieder zurück zum Main. Am Mainkai angekommen, sehen wir halb rechts den Eisernen Steg. Diesen nutzen wir, um wieder an das linke Mainufer zu kommen. Während der Main-Überquerung blicken wir nochmals zurück auf die Altstadt von Frankfurt mit ihren berühmten Bauwerken und den Anlegestellen für die Mainschifffahrt.

 

P8011638-Frankfurt-Schifffahrt

 

Wen dieser Anblick zu einer Flusskreuzfahrt bewegt, der kann sich gerne über den folgenden Link die schönsten Fahrten aussuchen.

Zu den schönsten Flusskreuzfahrten (hier klicken)
 

Weiter geht es auf unserem Radweg in Richtung Mainz. Bevor wir aber Frankfurt verlassen, sollten wir auch einen Blick auf das Bankenviertel riskieren, das wir am gegenüber liegenden Ufer erkennen können. Die Silhouette der hier stehenden Hochhäuser wird auch als Skyline von Frankfurt bezeichnet.

 

P8011684-Frankfurt-Skyline

 

Etwa vier Kilometer später können wir uns dafür entscheiden dem kleinen aber feinen Alten Schloss in Höchst einen Besuch abzustatten. Hierfür verlassen wir die Hautroute des Main Radwegs und folgen der Beschilderung nach Höchst, die uns direkt am Fluss entlang führt. So entdecken wir die Fähre, die uns zum anderen Ufer und somit direkt zum Alten Schloss bringt.

 

P5259663-Höchst-Main

 

Ein Blick nach halb links und wir haben das Alte Schloss von Höchst entdeckt.

 

P8143740-Höchst-Altes-Schloss

 

Das Alte Schloss von Höchst wurde als Residenz der Amtsleute des Mainzer Erzbistums vom 14. bis zum 16. Jahrhundert errichtet. Sein Vorgängerbau war eine gotische Zollburg, deren Bergfried vollständig erhalten ist. Mit seiner barocken Haube von 1681 gibt dieser Bergfried dem heutigen Bauwerk einen einzigartigen Charakter.

Um das Schloss herum können wir neben der einladenden Gastronomie auch die ein oder andere Gasse entdecken, in der es aussieht wie in der guten alten Zeit.

 

P5259607-Höchst-Fachwerk

 

Zur Fortsetzung unserer Radreise kehren wir auf dem gleichen Weg zur Hauptroute des Radwegs zurück, auf dem wir gekommen sind. Nun geht es weiterhin quer durch das Rhein-Main-Gebiet entlang des Flusses an Ortschaften wie Okriftel, Eddersheim und Flörsheim vorbei. Aber trotz der sehr dichten Bebauung können wir, wie hier bei Rüsselsheim, dann doch noch den ein oder anderen grünen Flecken genießen.

 

P5259567-Rüsselsheim-Main

 

Ab Rüsselsheim sind es nur noch etwa acht Kilometer, bis sich der Main mit dem Rhein vereint. Am Zusammenfluss dieser beiden mächtigen Flüsse angekommen, können wir die Silhouette von Mainz erkennen.

 

P5259507-Main-Rhein-Zufluss

 

Mit dem Mainzer Dom St. Martin, dem Wahrzeichen der Stadt, beschließen wir unsere Radreise entlang des Main.

 

P8238027-Mainz-Dom

 

Für den weiteren Verlauf Ihrer Radreise haben Sie nun folgende Möglichkeiten:

  • Sie sollten auf jeden Fall diesen Reisebericht weiter lesen, da es nun noch viele Informationen über Land, Leute und viele weitere Spezialitäten gibt.
     
  • Sie können in Mainz übernachten und die Stadt noch näher kennen lernen. Mit diesem Link finden Sie die passende Unterkunft:

    Zu den günstigen Unterkünften von Mainz (hier klicken)
     

  • Sie können Ihre Radtour am Main erst einmal beenden und per Bahn zu Ihrem Wagen oder nach Hause fahren.

    Der Link zur Bahnauskunft (hier klicken)
     

  • Sie können dem Rhein nach Bingen folgen und von dort aus das UNESCO Weltkulturerbe Mittelrhein erkunden.

    Zur Radtour am Mittelrhein (hier klicken)
     

  • Sie können nachdenken und selbst überlegen, was Sie noch alles tun könnten …..
     

Egal wofür Sie sich entscheiden, tun Sie immer nur das was Ihnen wirklich Spaß macht.

Nun haben wir auch diesen zweitern Teil des Main-Radwegs von Würzburg bis nach Mainz erfahren. Auf einer mesit gemütlichen Strecke präsentierte uns dieser zurecht preisgekrönte Radweg eine herrliche Natur, einen erfrischenden Äppelwoi, herzliche Menschen und viele beeindruckende Kirchen, Klöster, Burgen und Städte. Nehmen Sie sich für diese Radtour genügend Zeit, damit Sie alles auskosten können, was Ihnen hier in vielfältiger Weise geboten wird.

 

Regionale Spezialitäten am Main

Auch im zweiten Teil des Main-Radwegs durchfahren wir einen großen Teil des Weinanbaugebiets Franken, in dem Würzburg als Wein-Metropole gilt. Mit etwa 6.000 Hektar (1 ha = 10.000 qm) ist das gesamte Weinanbaugebiet Franken das sechstgrößte in Deutschland. 80% seiner Fläche werden für den Anbau von Weißwein, 20% für den Rotwein genutzt. Somit entstehen jährlich mehr als 400.000 Hektoliter Wein (1 hl = 100 Liter). Vor allem die qualitativ hochwertigen Weine werden in den für das Frankenland typischen Bocksbeutel gefüllt. Das macht doch Appetit auf eine Weinprobe, oder?

Trotz all dieser beeindruckenden Zahlen der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau, kommt es darauf an, dass diese Weinprobe auch mundet. Denn vor allem beim Wein geht probieren über studieren. Wenn wir am Main selbst unterwegs sind, ist durch das vielfältige Angebot eine spontane Weinprobe durchaus möglich. Hier und jetzt können wir unsere Weinprobe aus dem Internet beziehen. Der nachfolgende Link hilft dabei die passenden Frankenweine zu finden:

Zu den Weinangeboten der Franken (hier klicken)
 

Wer sich noch weiter in die interessanten Details des Weinbaus in Franken vertiefen möchte, kann dies gerne über die einschlägige Literatur tun. Hier ein passender Buchvorschlag:

Zu den wissenswerten Details des Weinbaus in Franken (hier klicken)
 

Möchten Sie die Frankenweine verkosten, so müssen Sie eine gute Grundlage haben. Diese Grundlage schaffen wir durch die vielfältigen Spezialitäten dieser Gegend. Hierfür habe ich Ihnen ein Rezeptbuch ausgesucht, das die fränkische Küche am besten verkörpert.

Zu den speziellen Rezepten der Franken (hier klicken)
 

Aber spätestens wenn wir bei Kahl im Bundesland Hessen angekommen sind, wird der Wein nicht mehr aus Trauben, sondern aus Äpfeln gemacht. Ab jetzt ist es somit jedem Hobbygärtner erlaubt, seinen eigenen (Äppel-)Wein zu produzieren. Sie möchten wissen wie das geht? Mit dem folgenden Link finden Sie die Antwort:

Zum selbst gemachten Äppelwoi (hier klicken)
 

Zum Äppelwoi gehört natürlich auch die richtige Verpflegung. Die besten hessischen Rezepte finden Sie in diesem Buch:

Zu den besten Rezepten der Hessen (hier klicken)
 

Nun möchte ich Sie aber nicht mehr länger von den kulinarischen Genüssen dieser wunderschönen Regionen abhalten. Ob fränkisch oder hessisch, ich wünsche einen guten Appetit.

 

Zusammengefasst die wichtigsten Informationen

Nachdem Sie sich mit dem eindrucksvollen Video, den herrlichen Bildern und meiner Beschreibung auch zum zweiten Teil dieser ausgezeichneten Radtour am Main einen ersten Einblick verschaffen konnten, möchte ich Ihnen die Vorbereitung Ihrer Tour erleichtern. In diesem Abschnitt finden Sie deshalb alle hilfreichen Links, die Ihnen zu einer wunderschönen und einzigartigen Radreise verhelfen.
 

Fahrräder, Ausrüstung und Zubehör

Sollten Sie geeignete und günstige Fahrräder, weitere Ausrüstungsgegenstände oder sinnvolles Zubehör benötigen, so kann ich Ihnen den folgenden Link nur empfehlen:

Fahrräder, Ausrüstung und Zubehör zu günstigen Preisen (hier klicken)
 

Übrigens, Sie sollten Fahrräder, Ausrüstungsgegenstände oder Zubehör möglichst immer im Spätherbst oder Winter einkaufen. Zu dieser Zeit können Sie hochwertige Markenware um bis zu 70% billiger erwerben. Lesen Sie hierzu auch meinen Artikel unter
http://fahrrad-wandern.info/die-zeit-ist-reif-fuer-fahrrad-schnaeppchen
 

Streckenliteratur

Je nach Ihren Vorlieben, entweder eine ausführliche Streckenbeschreibung in einem praktischen Buch …

Zum Radtourenbuch Main-Radweg (hier klicken)
 

… oder die reine Geographie auf einer Karte:

Zum Kartenmaterial Main Radweg 2 (hier klicken)
 

Die Bahn

Auch wenn oftmals (zurecht) über die Bahn geschimpft wird, sie stellt für unsere Radtouren die tatsächlich flexiblere Hin- und Rückreisemöglichkeit dar. Informieren Sie sich einfach über den nachfolgenden Link:

Zur Bahnauskunft (hier klicken)
 

Günstige Hotels, Pensionen und Unterkünfte

Zum finden geeigneter Hotels, Pensionen und Unterkünfte kann ich 3 Möglichkeiten empfehlen.

  • Das schon angesprochene Radtourenbuch beinhaltet ein eigenes Kapitel für die entsprechenden Unterkünfte. Hier ist aber das Ausgabedatum dieser Lektüre zu beachten, damit die Aktualität des Übernachtungsverzeichnisses auch tatsächlich gegeben ist. Hier nochmals der Link:

    Zum Radtourenbuch Main-Radweg (hier klicken)
     

Diese Tipps können Sie für jede Art von Reisen und Touren verwenden, teilweise sogar auch für's Ausland. Lesen Sie hierzu auch meinen Artikel unter
http://fahrrad-wandern.info/preiswerte-hotels-pensionen-unterkuenfte
 

Weinangebote

Auf eine fröhliche Weinverkostung der Erzeugnisse des Frankenlandes – jetzt gleich bei Ihnen zu Hause

Zum köstlichen Frankenwein (hier klicken)
 

Das umfangreiche Wissen zum Anbaugebiet Franken finden Sie hier:

Wissenswerte Details zum Weinanbaugebiet Franken (hier klicken)
 

Und für alle, die ihren eigenen Apfelwein produzieren möchten, bietet dieses Buch die richtige Rezeptur:

Zum selbst gemachten Äppelwoi (hier klicken)
 

Kulinarisches

Für das leibliche Wohl ist auch gesorgt. Probieren Sie die schmackhaften Rezepte der fränkischen Küche.

Zu den speziellen Rezepten der fränkischen Küche (hier klicken)
 

Nicht minder berühmt präsentieren sich die hessischen Gerichte:

Zu den besten Rezepten der Hessen (hier klicken)
 

Fluss-Kreuzfahrten auf dem Main

Wer seine Radtour mit dem Schiff kombinieren möchte, findet hier seine persönlich beste Wahl:

Zu den Flusskreuzfahrten auf dem Main (hier klicken)
 

Selbstverständlich können Sie den Main auch ohne Fahrrad auf einer Schiffsreise erleben. Auch hierfür können Sie diesen Link verwenden.

 

Zum guten Schluss

Ich wünsche Ihnen eine unvergessliche Tour an diesem wunderschönen Fluss namens Main. Dabei ist es egal, ob Sie mit dem Fahrrad, dem Schiff, dem Auto, dem Cabriolet, dem Motorrad, dem Caravan oder einem sonstigen Vehikel unterwegs sind. Dieser Fluss wird sich immer von seiner schönsten Seite zeigen – denn er hat gar keine andere.

In diesem Sinne

Ihr
Benno Siegrist

 

P.  S.  :

Auch im Bereich der organisierten Radreisen gibt es viele Möglichkeiten die wundervolle Vielfalt des Main zu erkunden. Bei den folgenden sehr empfehlenswerten Angeboten bekommen Sie alles, was Sie für eine unvergessliche Radtour am Main brauchen. Hier können Sie sich entspannt auf Ihre komplett vorbereitete Radtour begeben. 

 main-radweg-klassiker-199

  Main-Radweg Klassiker

  Bamberg – Aschaffenburg
  8-tägige Streckenreise

  hier klicken und mehr erfahren        

 main-radweg-kurz-202

  Main-Radweg kurz

  Von Bamberg nach Würzburg
  5-tägige Streckenreise

  hier klicken und mehr erfahren        

 main-radweg-oberlauf-201

  Main-Radweg Oberlauf

  Von Kulmbach nach Würzburg
  7-tägige Streckenreise

  hier klicken und mehr erfahren        

 main-radweg-total-200

  Main-Radweg total

  Kulmbach – Aschaffenburg
  10-tägige Streckenreise

  hier klicken und mehr erfahren        

 P5259507-Main-Rhein-Mainz

  Main sportiv

  Von Kulmbach nach Aschaffenburg
  7-tägige Streckenreise

  hier klicken und mehr erfahren        

 
P.  P.  S.  :

Haben Ihnen diese umfangreichen Informationen zu der ausgezeichneten Radtour am Main geholfen?

Dann sollten Sie Ihre geplanten Einkäufe und Buchungen ausschließlich über die hier angebotenen Links abwickeln.

So können Sie günstig einkaufen und gleichzeitig meine Arbeit unterstützen, ohne dass Ihnen zusätzliche Kosten entstehen.

Und ich kann Ihnen auch weiterhin all die nützlichen Tipps und Informationen kostenlos zur Verfügung stellen
 
 
P.  P.  P.  S. :

Wenn Ihnen die Informationen in diesem Artikel gefallen haben, dann melden Sie sich doch auch für meinen Newsletter an.

So werden Sie immer mit wertvollen Tourideen versorgt und ein spannendes Geschenk wartet auch noch auf Sie, natürlich kostenlos.

Einfach Ihre eMail-Adresse eingeben und auf „Hier eintragen“ klicken.

E-Mail-Marketing by Klick-Tipp.

 

 

You can leave a response, or trackback from your own site.

Leave a Reply

*

Powered by WordPress | Designed by: video games | Thanks to Weihnachtsgeschenke Ideen, SUV and game videos