Die ausgezeichnete Maintour Teil 1

Main-Marktbreit

Der Main – Als einer der größten Flüsse Deutschlands, wird er gleich von zwei Quellen gespeist. In der Fränkischen Schweiz entspringt der Rote Main, das Fichtelgebirge ist die Heimat des Weißen Main. Wenn sich die beiden idyllischen Quellflüsse bei Kulmbach vereinen, zeigt auch der zugehörige Main-Radweg, warum er vom ADFC mit fünf Sternen ausgezeichnet wurde. Eine erstklassig ausgebaute und beschilderte Strecke führt uns auf mehr als fünfhundert Kilometern durch die sehenswerten Landschaften von Franken und dem Bundesland Hessen.

Auf dieser Webseite finden Sie den ersten Teil unserer Radtour am Main, die uns durch das abwechslungsreiche Frankenland bis nach Würzburg führt. Freuen Sie sich also auf eine vielfältige Natur, überwältigende Baukunst und Kultur, einen genussreichen Weinbau und viele gemütliche Radkilometer.

Damit Sie nichts von dieser wunderbaren Vielfalt verpassen, finden Sie auf dieser Seite umfangreiche Informationen in Schrift und Bild. Hierzu gebe ich Ihnen:

  • Tipps für die Anreise,
  • eine Beschreibung der Radtour in 2 Teilen,
  • Tipps zu den regionalen Spezialitäten, die Sie unbedingt probieren müssen, und
  • alles Wissenswerte, das für die Vorbereitung und Durchführung dieser Radtour nützlich ist.

Am Ende dieser Webseite finden Sie Links, mit denen Sie alle wichtigen Helfer wie Karten, Verzeichnisse zu günstigen Unterkünften, kulinarische Rezepte, die besten Weinlieferanten, unverzichtbare Bücher und vieles mehr einsehen können.

 


 
 

Die Anreise nach Bayreuth

Auch wenn die Anreise mit dem eigenen Fahrzeug die bequemere Lösung darstellt, ist die Fahrt mit der Bahn die doch entspanntere Variante und deshalb zu empfehlen. Wie Sie sich auch immer entscheiden, spätestens am Ende der Radtour, nämlich bei einer Rückreise zu Ihrem Fahrzeug, wird die Nutzung einer Zugverbindung notwendig sein. Deshalb habe ich Ihnen hier einen Link eingepflegt, mit dem Sie direkt zur Bahnauskunft gelangen.

Zur Bahnauskunft (hier klicken)

Wer eine längere Anreise hat und in Bayreuth übernachten möchte, findet mit diesem Link die besten Angebote.

Zu den preiswerten Unterkünften von Bayreuth (hier klicken)

 

Die Main Radtour in 2 Teilen

Damit genügend Zeit für Natur, historische Vielfalt und kulinarische Genüsse bleibt, habe ich die Tour in 2 Teile mit mehreren leicht fahrbaren Etappen unterteilt. Teil 1 verläuft von der Quelle bis Würzburg, Teil 2 erstreckt sich von Würzburg bis nach Mainz. Sie können die Etappen nach eigenem Ermessen verkürzen, wenn Sie mehr Besichtigungen einpflegen wollen. Die Sportler unter Ihnen können auch gerne längere Strecken fahren.

Bei Ihrer ganz persönlichen Einteilung hilft Ihnen ein handelsübliches Radtourenbuch oder eine der gängigen Karten. Hier zwei Exemplare, die ich Ihnen empfehlen kann:

Zum Radtourenbuch Main-Radweg (hier klicken)

Zum Kartenmaterial (hier klicken)

 

Sonderetappe 1 – Ausflug zur Rotmainquelle (ca. 50 Kilometer)

Um seine Bedeutung gleich zu Beginn seiner 524 Kilometer unter Beweis zu stellen, gönnt sich der mächtige Main nicht nur eine, sondern gleich zwei offiziell einsehbare Quellen. Eine davon ist die Rotmainquelle, die wir ungefähr drei Kilometer südwestlich der Ortschaft Haag finden.

Ein Ausflug von Bayreuth zu dieser Rotmainquelle ist eine willkommene Gelegenheit die Strapazen der Anreise aus den müden Beinen zu bringen. Die hierfür notwendige sehr umfangreiche Beschilderung für diesen Ausflug beginnt in Bayreuth an der Kreuzung Bahnhofstraße / Hohenzollernring.

Von dort leiten uns die Wegweiser am Tierpark Röhrensee vorbei bis zum Stadtrand. Danach geht es durch die üppig bewaldete Umgebung von Bayreuth der Rotmainquelle entgegen.

Diese Strecke führt uns durch ein sehr ländliches Gebiet mit manch anstrengender Steigung und recht wenig Abwechslung in der angebotenen Landschaft. Also eine Strecke, die mehr für Naturgenießer geeignet ist.

Dementsprechend ist auch an unserem Ziel, der Rotmainquelle, keine wirklich begeisternde Präsentation dieses Mainursprungs zu erwarten. Es sollte sich somit jeder vorher überlegen, ob er sich diese Anreise von 25 Kilometern plus der gleichen Strecke als Rückfahrt wirklich gönnen möchte. Die Gefahr ist hier sehr groß, dass die Tatsachen den Erwartungen in keinster Weise entsprechen. Das nachfolgende Bild hilft sicherlich bei der Entscheidungsfindung.

 

Rothmainquelle

 

Spätestens nach der Rückkehr in Bayreuth sollten wir uns um eine Unterkunft kümmern. Der nun folgende Link führt Sie zu sehr preiswerten und guten Hotels und Pensionen.

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Beachten Sie hier auch meine Tipps am Ende dieses Reiseberichts.

 

Tagesetappe 1 – Von Bayreuth nach Kulmbach (ca. 30 Kilometer)

Um die sehr große Zahl an Sehenswürdigkeiten vor allem in Bayreuth gebührend zu würdigen, weist diese Tagesetappe recht wenige Fahrradkilometer auf. Trotzdem werden Sie am Ende dieses Tages genügend Müdigkeit verspüren, um eine geruhsame Nacht zu verbringen.

Wir starten die Tagesetappe 1 mit einer Stadtbesichtigung von Bayreuth.

Im Ortsteil Laineck, an der Stelle der ehemaligen Burg mit gleichem Namen, entstand im Frühmittelalter (ca. 500 bis 1050 n. Chr.) mit der dortigen Wehranlage das erste Bauwerk auf dem Gebiet des heutigen Bayreuth. Mit dem Namen Baierrute wurde Bayreuth 1194 erstmals in der Urkunde von Bischof Otto II. von Bamberg erwähnt. Zwischen 1200 und 1230 wurden Bayreuth die Stadtrechte verliehen. Doch dauerte es noch einige hundert Jahre, bis das durch Kriege, Krankheiten und Feuersbrünste gebeutelte Bayreuth im 18. Jahrhundert seine kulturelle Blütezeit erlebte. In der heutigen Zeit ist die Stadt vor allem durch die alljährlichen Wagner Festspiele weltweit bekannt.

Wer die ausführliche Historie von Bayreuth erforschen möchte, sollte das Buch „Bayreuth für Anfänger“ von Herbert Rosendorfer studieren. Es ist, vor allem durch den Humor des Autors, eine erfrischend zu lesende Beschreibung manch staubiger Historie.

Zum Buch von Herbert Rosendorfer (hier klicken)
 

Von der Kreuzung Bahnhofstraße / Hohenzollernring aus, fahren wir in Richtung Süden und treffen nach weniger als hundert Metern auf das Alte Schloss. Es setzt sich aus einer unregelmäßigen Ansammlung von Bauwerken unterschiedlicher Epochen zusammen. Da es heutzutage das Finanzamt beherbergt, ist eine Besichtigung als eher unattraktiv zu bezeichnen. Durchaus zu empfehlen ist aber das Innenleben der Schlosskirche, die jedem Besucher bis 17:00 Uhr offen steht.

 

Bayreuth-Schlosskirche Bayreuth-Schlosskirche-innen

 

Wir nutzen mit der notwendigen Rücksicht die Fußgängerzone und biegen nach links in die Opernstraße ab. Dort finden wir das Markgräfliche Opernhaus. Das 1744 bis 1748 erbaute Barockgebäude ist in einem faszinierend guten Originalzustand erhalten geblieben. Ein Grund, der die UNESCO dazu bewog dieses Bauwerk 2012 zum Weltkulturerbe zu erheben.

 

Bayreuth-Opernhaus

 

Am Opernhaus vorbei und in der Fußgängerzone gerade aus weiter, treffen wir nach ca. 200 Metern auf das Neue Schloss mit seiner wunderschönen Parkanlage. Das Schloss befindet sich in der Ludwigstraße.

 

Bayreuth-Neues-Schloss

 

Nachdem das Alte Schloss 1753 durch einen verheerenden Brand zu einem großen Teil zerstört wurde, beauftragte das Markgrafenpaar Friedrich und Wilhelmine den Hofbaumeister Joseph Saint-Pierre zum Bau des heutigen Neuen Schlosses. Fünf Jahre dauerten die Bautätigkeiten für das im Stil des sogenannten Bayreuther Rokoko erstellten Gebäudekomplexes.

In unserer Zeit beherbergt dieses markante Bauwerk neben den Markgräflichen Prunkräumen auch die Zweitgalerie der Bayrischen Staatsgemäldesammlungen, das Archäologische Museum, das Museum „Das Bayreuth der Wilhelmine“ und eine Sammlung Bayreuther Fayencen .

Gehen wir durch den Haupteingang hindurch oder links um das Gebäude herum, öffnet sich unserem Blick ein weitläufiger und wunderschöner Park. Dieses als Hofgarten bezeichnete Gelände geht auf einen Nutzgarten von 1580 zurück, der später in einen Lustgarten umgewandelt wurde.

 

Bayreuth-Hofgarten Bayreuth-Neues-Schloss-Hofgarten

 

Auf der Ludwigstraße geht es wieder zurück in Richtung Opernhaus. Bevor wir aber das Opernhaus erreichen, biegen wir links in die Maximilianstraße ein. Vorbei am Alten Schloss flanieren wir in der breiten Fußgängerzone bis zur Spitalkirche.

Die Spitalkirche wurde eigens für das angrenzende Bürgerspital in den Jahren 1748 bis 1750 errichtet. Die außen eher schlicht anmutende Kirche besticht durch ihre schönen Stukkaturen und Deckengemälde.

 

Bayreuth-Spitalkirche-aussen Bayreuth-Spitalkirche-innen

 

Wir genießen nochmals die Angebote der Fußgängerzone von Bayreuth und kehren, auf dem gleichen Weg wie wir gekommen sind, über die Maximilianstraße, die Opernstraße und den Luidpoldplatz zur Kreuzung Hohenzollernring / Bahnhofstraße zurück.

Es gibt sicherlich noch deutlich mehr von Bayreuth zu sehen und in der Stadt zu entdecken. Die kleine Auswahl dieses Reiseberichts sollte aber für einen ersten Einblick in die Vielfalt der Stadt Bayreuth genügen. Eine Sehenswürdigkeit darf der Besucher aber keinesfalls vergessen. Es ist das Richard-Wagner-Festspielhaus.

Wir überqueren auf der Bahnhofstraße den Roten Main und folgen der Beschilderung zum Festspielhaus. Nachdem wir ca. zwei Kilometer durch den Stadtverkehr geradelt sind, erreichen wir das auf dem Grünen Hügel erbaute Richard-Wagner-Festspielhaus.

  

Bayreuth-Festspielhaus

 

Das als „Wichtigstes Opernhaus der Welt“ bezeichnete Bauwerk wurde in den Jahren 1872 bis 1875 im Stil der hellenistischen Romantik erbaut. Noch wichtiger als die Außenansicht dieses beeindruckenden Gebäudes sind sicherlich die in ihm stattfindenden alljährlichen Wagner-Festspiele. Wer im Juli oder August zum passenden Zeitpunkt vor Ort ist, kann die Festspiele besuchen.

Bevor wir nun wieder zur Bahnhofstraße zurückkehren, möchte ich Sie noch auf den wunderschöne Park direkt vor dem Festspielhaus aufmerksam machen. Vor allem an heißen Tagen kann man hier die kühlende Ruhe genießen.

 

agner-Park P8298940

 

Auf die Bahnhofstraße zurückgekehrt, biegen wir am Hohenzollernring rechts auf den Radweg in Richtung Kulmbach ab. Wir verlassen auf dem gut beschilderten Radweg die Stadt Bayreuth.

Bequem ausgebaute Wege der Forst- und Landwirtschaft führen uns durch ein ländliches Gebiet. Auf den nächsten zwölf Kilometern durchfahren wir so manches Dorf, das die landwirtschaftlich geprägte Struktur dieser Region verkörpert. Der hier als Roter Main bezeichnete Fluss präsentiert sich als eher unscheinbares Gewässer.

Hier fragt sich so mancher Reisende, ob es dieser kleine Bach tatsächlich schaffen sollte ein ausgewachsener Fluss zu werden? Lassen Sie sich einfach überraschen, er wird es schaffen.

Ab Neuenreuth fahren wir auf einer Landstraße mit wenig Autoverkehr in Richtung Kulmbach. Nach ungefähr zehn Kilometern durch das flache Gelände des Tals erreichen wir Melkendorf.

In Melkendorf ergibt sich die Gelegenheit einen Abstecher von knapp einem Kilometer zu unternehmen und den Zusammenfluss von Rotem und Weißem Main zu besuchen. Hierzu in Melkendorf der Beschilderung in Richtung Schloss Steinenhausen nach links folgen. Nach dem schon erwähnten Kilometer erkennen wir die aufwändig gestaltete Präsentation des Zusammenflusses dieser beiden Quellflüsse.

 

Main-Zusammenfluss

 

Danach kehren wir nach Melkendorf zurück und folgen dem Radweg nach links in Richtung Kulmbach. Nach rund zwei Kilometern kommen wir an eine Kreuzung. Hier führt der eigentliche Main Radweg nach links, wir aber folgen der Beschilderung nach rechts zur Besichtigung dieser kleinen aber feinen Stadt namens Kulmbach.

Die erste Siedlung auf dem Gebiet von Kulmbach ist aus den Jahren um 900 n. Chr. bekannt. Im 11. Jahrhundert wurde Kulmbach erstmals in der sogenannten Alkuinbibel mit dem Namen „Kulma“ erwähnt, 1231 wurden ihr die Stadtrechte verliehen. Über die Jahrhunderte entstanden in der Stadt einige sehr sehenswerte Gebäude, die wir in einer Stadtrundfahrt besichtigen wollen.

Immer in Richtung Stadtmitte fahrend erreichen wir auf der Spitalgasse das Rathaus. Das ursprüngliche Gebäude des Rathauses wurde im 16. Jahrhundert errichtet. Der heute sichtbare Neubau von 1752 bekam seine markante Rokokofassade von keinem geringeren als dem Hofbaumeister Joseph Saint-Pierre, dessen Namen wir schon vom Neuen Schloss in Bayreuth kennen.

 

Kulmbach-Rathaus

 

Am Marktplatz vorbei, fahren wir in die Obere Stadt und treffen dort nach ca. 500 Metern auf die Kirche St. Petri, die ursprünglich als Wehrkirche mit einer Kanonenplattform erbaut wurde. Wegen ihrer Zerstörung im Hussitenkrieg, präsentiert sich diese Kirche heute als spätgotischer Wiederaufbau von 1439, der nach einem Stadtbrand 1559 erneuert wurde. Ihre neugotische Ausgestaltung stammt aus den Jahren 1878 und 1879.

 

Kulmbach-Sankt-Petri-aussen Kulmbach-Sankt-Petri-innen

 

Wenn wir der Kirchwehr weiter folgen, stoßen wir nach einer heftigen Steigung auf den Festungsberg mit seiner Plassenburg. 1135 erstmals erwähnt, erlebte diese Burg vor allem im 16. Jahrhundert umfangreiche Ausbaumaßnahmen. Deshalb gilt sie als eine der größten Festungsanlagen der Renaissance. In unseren Tagen ist dieses sehr gut erhaltene Bauwerk ganzjährig zu besichtigen und beherbergt verschiedene Museen und die ein oder andere kulturelle Veranstaltung.

 

Kulmbach-Plassenburg

 

Den gleichen Weg wieder zur Stadtmitte zurück, begegnen wir erneut St. Petri und biegen dort nach links in den Schießgraben ab. Nur zweihundert Meter weiter erkennen wir die Pfarrkirche „Unsere liebe Frau“, die 1892 bis 1894 als neugotische Basilika nach den Plänen von Bruno Specht erbaut wurde.

 

Kulmbach-Unsere-liebe-Frau-aussen Kulmbach-Unsere-liebe-Frau-innen

 

Nach so viel Kulmbacher Historie wird es aber Zeit, sich um eine Unterkunft zu kümmern. Der nachfolgende Link hilft dabei.

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Zum gemütlichen Ausklang dieses langen und ereignisreichen Tages, wünsche ich einen guten Appetit und eine angenehme Bettruhe. Und vergessen Sie trotz aller sportlicher Enthaltsamkeit nicht, dass sich in Kulmbach eine international bekannte Brauerei befindet. Eine Maß dieses isotonisch wertvollen Gerstensaftes kann sicherlich nicht schaden.

 

Sonderetappe 2 – Ausflug zur Weißmainquelle (ca. 100 Kilometer)

Wie schon erwähnt, ist der Main mit zwei offiziellen Quellen ausgestattet. Nachdem wir die Rotmainquelle schon gesehen haben, wollen wir auch die Weißmainquelle besuchen. Es bietet sich an diesen Besuch von Kulmbach aus zu starten. Dabei gibt es drei empfehlenswerte Varianten:

Variante 1:
Wir fahren von Kulmbach aus den kompletten Weg zur Weißmainquelle mit dem Fahrrad und kehren auch nach Kulmbach wieder zurück (ca. 100 Fahrrad-Kilometer).

Variante 2:
Wir fahren von Kulmbach mit dem Fahrrad zur Weißmainquelle und verkürzen den Rückweg, indem wir in Bad Berneck übernachten (ca. 70 Fahrrad-Kilometer).

Variante 3:
Wir sparen uns ungefähr die Hälfte der Fahrradstrecke, weil wir zuerst mit dem Zug von Kulmbach nach Marktschorgast fahren, dann mit dem Fahrrad zur Weißmainquelle und dementsprechend auf dem Rückweg wieder den Zug nehmen (ca. 50 Fahrrad-Kilometer).

Achten Sie bei allen Varianten darauf, dass Sie zur richtigen Zeit am richtigen Ort die passende Übernachtung buchen. Der nachfolgende Link hilft Ihnen dabei.

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Die Bahnfahrer können sich von diesem Link helfen lassen.

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Ob mit dem Zug oder dem Fahrrad, wir starten in Kulmbach und fahren parallel zur B289 durch eine bewaldete Gegend auf einer flachen Strecke. So treffen wir auf Ortschaften wie Kauernburg und Untersteinach. In dem dann folgenden Ludwigschorgast wechseln wir auf den Radweg der B303 und erreichen vier Kilometer weiter den Ort Wirsberg. Wir biegen nach rechts ab und gelangen nach Neuenmarkt, das wir gemäß der Beschilderung in südlicher Richtung durchqueren. Auf nicht asphaltierten Nutz- und Waldwegen kommen wir sechs Kilometer später in Himmelkorn an.

In Himmelkorn treffen wir die Bahnfahrer, die mit dem Fahrrad von Marktschorgast kommen. Gemeinsam setzen wir die immer noch gemütliche Fahrt über Lanzendorf bis Bad Berneck fort.

Wie der Name Bad Berneck schon vermuten lässt, sind wir hier in einem idyllischen Kurort gelandet, der am westlichen Rand des Fichtelgebirges liegt. Aber auch die mittelalterlichen Gässchen, der romantische Marktplatz mit Fachwerk aus dem 18. und 19. Jahrhundert, und die Walpotenburg sind Zeugen einer sehenswerten Geschichte. Speziell der Turm der im 12. Jahrhundert erbauten Walpotenburg ist das Wahrzeichen dieser sehenswerten Stadt.

 

Bad-Berneck-Walpotenburg

 

Von diesen Eindrücken und der gesunden Luft des Kurortes gestärkt, machen wir uns auf den recht anstrengenden Weg zur Weißmainquelle (ca. 20 Kilometer Entfernung). Zunächst geht es für zwölf Kilometer auf dem Fahrradweg parallel zur B303. Auf dieser Strecke ist die Steigung zwar noch mäßig, aber deutlich spürbar. An der Glasenmühle fahren wir nach rechts in den Ort Bischofsgrün hinein und folgen der Straße zur Weißmainquelle. Nach der Ortschaft führt uns die Beschilderung nach rechts auf einen Waldweg, die Steigungen werden deutlicher.

Glücklicherweise gibt es hier keine permanenten Steigungen, sondern einen Wechsel von bissigen Anstiegen und erholsam flachen Passagen. Für die letzten knapp zwei Kilometer ist es aber ratsam das Fahrrad stehen zu lassen und zu Fuß weiter zu gehen. Hier ist der Weg nicht nur steil, sondern auch mit massiven Felsformationen bestückt, die das Befahren mit dem Tourenrad unmöglich machen. Trotzdem ist es erfreulich, dass diese Weißmainquelle mit deutlich mehr Mühe und Aufwand gestaltet wurde, als wir das von der Rotmainquelle her kennen.

 

Weissmainquelle

 

Welche der drei Varianten Sie auch eingeschlagen haben, es geht in allen Fällen auf dem gleichen Weg zurück.

 

Tagesetappe 2 – von Kulmbach nach Rattelsdorf (ca. 75 Kilometer)

Nach dem anstrengenden Ausflug zur Weißmainquelle (Sonderetappe 2), nehmen wir uns für den heutigen Tag eine etwas entspanntere Strecke vor. In dieser Tagesetappe 2 fahren wir von Kulmbach aus auf dem Main-Radweg mit einem leichten Gefälle weiter.

Der Radweg führt uns durch ein landwirtschaftlich genutztes Gebiet auf einer sehr gut ausgebauten Strecke. Deutlich erkennbar nimmt die Wassermenge des Main zu. In Mainklein reicht es sogar schon für das Speisen eines kleinen Sees. Für manchen eine willkommene Rast.

 

Mainkleiner-See

 

Statt dem offiziellen Radweg entlang der Bundesstraße zu folgen, biegen wir in Mainklein links ab. Wir fahren auf der Landstraße am See entlang und erreichen über Maineck und Prügel die Stadt Altenkunstadt. Diese Variante erlaubt uns die direkte Zufahrt zur katholischen Pfarrkirche von Altenkunstadt. Die Kirche stammt aus dem 16. Jahrhundert und erfreut uns vor allem durch ihre Innenansicht.

 

Altenkunstadt-Pfarrkirche-aussen Altenkunstadt-Pfarrkirche-innen

 

Weiter geht es auf der Straße in das deutlich bekanntere Burgkunstadt. Schon nach kurzer Zeit erreichen wir diese Stadt, auf deren Gebiet schon im 8. Jahrhundert die erste Siedlung stand. Nachdem sie durch die Jahrhunderte eine eher durchschnittliche Entwicklung nahm, bildete sie von 1888 bis 1990 zusammen mit dem rheinland-pfälzischen Pirmasens das Zentrum der deutschen Schuhindustrie.

Alle Sehenswürdigkeiten von Burgkunstadt scharen sich um den weitläufigen Marktplatz. Somit ist es sinnvoll vom Main Radweg abzuweichen und den Schildern zur Stadtmitte zu folgen. Der Marktplatz ist nach einer kurzen aber steilen Fahrt erreicht. Als größtes Gebäude fällt uns die Kirche St. Heinrich und Kunigunde ins Auge.

 

Burgkunstadt-Marktplatz

 

Hier ist vor allem die Innenausstattung dieser 1783 erbauten Stadtpfarrkirche zu erwähnen.

 

Burgkunstadt-Sankt-Heinrich-und-Kunigunde Burgkunstadt-Sankt-Heinrich-und-Kunigunde-innen

 

Direkt gegenüber der Kirche erkennen wir einige Fachwerkhäuser mit rotbraunem Holzwerk, die uns den Weg zum Rathaus weisen. Erdgeschoss und erster Stock des Rathauses stammen noch vom Bergfried der ehemaligen Burg. Im dritten und vierten Stock sehen wir einen kunstvoll verzierten Fachwerkaufbau von 1690.

 

Burgkunstadt-Fachwerk Burgkunstadt-Rathaus

 

Wir kehren zurück zum Main Radweg und setzen unsere Fahrt in Richtung Lichtenfels fort. Nach etwas mehr als einem Kilometer verspricht der Strössendorfer See eine willkommene Erfrischung.

 

Stroessendorfer-See

 

Auch wenn der Main noch recht schmal ist, so scheint er und sein Umfeld genügend Wasser zu führen, um immer wieder solche Seen zu speisen. Wir fahren auf den flachen landwirtschaftlichen Nutzwegen weiter, unterqueren die B173 und kommen nach ungefähr zehn Kilometern in Schwürbitz an.

Schwürbitz ist ein Stadtteil von Michelau und geht auf das Jahr 1180 zurück. Hier finden wir eine Kirche, die sich der historisch befasste Radler nicht entgehen lassen sollte. Wir überqueren den Main und fahren, den Kirchturm fest im Blick, nach Schwürbitz hinein. Schon nach kurzer Zeit haben wir die Herz-Jesu-Kirche von 1898 erreicht.

 

Schwuerbitz-Herz-Jesu-aussen Schwuerbitz-Herz-Jesu-innen

 

Nach unserer Rückkehr zum Radweg gelangen wir über wenig befahrene Ortsstraßen und gut befestigte Feldwege über Michelau nach Lichtenfels. Es ist eine gemütlich flache Fahrt, die auf acht Kilometern nach Lichtenfels führt.

 

Schwuerbitz-Main

 

Durch das ehemalige Stadttor des Kronacher Turms (15. Jahrhundert) hindurch betreten wir die historische Altstadt von Lichtenfels. 1142 erstmals urkundlich erwähnt, erhielt die Stadt 1231 das Stadtrecht.

Es ist schon ein besonderes Völkchen, das in dieser sehenswerten Stadt lebt. So erzählt man sich, dass die Bewohner von Lichtenfels während des Dreißigjährigen Krieges ihren Stadtschatz in einem See versenkten, um ihn vor der Plünderung zu schützen. Als sie ihn nach dem Krieg wieder zurückholen wollten, versuchten sie in einer schweißtreibenden Aktion das Wasser des Sees auszuschöpfen. Das ist ihnen aber nicht gelungen, da das Grundwasser zu schnell nachfloss. Wer weiß, aber dieses Pech könnte vielleicht sogar zum Glücksfall für einen pfiffigen Schatzsucher in unserer heutigen Zeit werden.

Unseren ersten Schatz finden wir in der spätmittelalterlichen Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt, die sich nach dem Kronacher Turm direkt auf der rechten Seite zeigt. Der Innenausbau wurde in den Jahren 1976 bis 1979 neu gestaltet.

 

Lichtenfels-Pfarrkirche-aussen Lichtenfels-Pfarrkirche-innen

 

Gerade aus der Straße folgend, treffen wir nach etwa hundert Metern auf den Marktplatz mit seinem Rathaus.

 

Lichtenfels-Rathaus

 

Für alle Interessenten des Jakobsweges hält Lichtenfels einen weiteren Schatz bereit. Es ist die Kapelle St. Jakob, die den Startpunkt des fränkischen Teils des Jakobswegs von Lichtenfels nach Nürnberg darstellt. Wir finden sie, wenn wir in der Fußgängerzone dem Radweg folgen und am Rathaus gerade aus vorbeigehen. Nach dem Bamberger Tor biegen wir dann links ab.

 

Lichtenfels-Sankt-Jakob-innen

 

Wir verlassen Lichtenfels auf dem Main Radweg und sehen etwa einen Kilometer nach der Stadtgrenze ein Schild, das uns zu einem sehr lohnenswerten Ausflugsziel führt. Dieses Schild zeigt uns den Weg zur Wallfahrtsbasilika Vierzehnheiligen. Die Strecke dorthin verläuft auf einer Landstraße und verlangt auf ihren steilen 1,5 Kilometern einiges an Kondition.

 

Bad-Staffelstein-Wallfahrtsbasilika-Vierzehnheiligen

 

Von 1743 bis 1772 erbaut, präsentiert sich diese Basilika mit einer eindrucksvollen Fassade im spätbarocken Stil. Die sehr üppige Ausstattung der Innenräume ist im Stil des Rokoko gehalten. Leider kann ich an dieser Stelle keine Innenaufnahmen zeigen, da das fotografieren im Kircheninneren untersagt ist. Trotzdem ist der Besuch der Basilika sehr zu empfehlen.

Steigungen haben immer den Vorteil, dass es irgendwann auch wieder bergab geht. So begeben wir uns nun auf eine rasante Abfahrt und kehren über Grundfeld zum Radweg zurück.

Schon erwartet uns bei Reundorf ein weiterer sehr empfehlenswerter Ausflug, der uns auf der gegenüber liegenden Mainseite zum Kloster Banz bringt. Auch hier weichen wir von der Route des Radwegs ab und fahren auf einer Strecke von etwas mehr als vier Kilometern über Weingarten zum Kloster. Durch die teils recht heftigen Steigungen ist auf dieser wenig befahrenen Landstraße eine ordentliche Kondition notwendig.

 

Bad-Staffelstein-Kloster-Banz Bad-Staffelstein-Kloster-Banz-Kirche

 

Das Kloster Banz geht auf eine Benediktiner-Abtei von 1070 zurück. Nach dem Dreißigjährigen Krieg musste das Kloster wieder aufgebaut werden. Die Aufbauarbeiten dauerten bis in das 18. Jahrhundert hinein, im Stil des für diese Zeit typischen süddeutsch-böhmischen Barock. Seit 1978 ist es im Besitz der Hanns-Seidel-Stiftung, die es als Tagungsstätte nutzt.

Den Berg wieder hinunter, überqueren wir den Main und kommen nach mehr als drei Kilometern in Bad Staffelstein an.

 

Unnersdorf-Landschaft

 

Bad Staffelstein selbst ist vor allem durch seine gesundheitsfördernden Einrichtungen bekannt. So ist zum Beispiel das Thermalbad Obermain Therme ein beliebtes Ziel für Erholungssuchende.

Die folgenden dreißig Kilometer führen uns über Feldwege durch ein landwirtschaftlich genutztes Gebiet. Auch wenn diese Wege nicht immer asphaltiert sind, so genügen sie doch den Ansprüchen eines bequemen Radwegs. Genau richtig, um den Tag mit einer gemütlichen Fahrt ausklingen zu lassen.

 

Oberbrunn-Landschaft

 

Hierbei durchqueren wir Niederau und Ebensfeld, streifen Unterleiterbach und Zapfendorf, durchfahren Ebing, Rattelsdorf, Breitengüßbach, Kemmern und Hallstadt, und kommen rechtschaffen müde in Bamberg an. So beenden wir den Tag und kümmern uns in Bamberg zuallererst um eine Unterkunft. Der nachfolgende Link hilft dabei.

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Ich wünsche einen guten Appetit und eine erholsame Nacht, damit Sie für die nächste Tagesetappe mit einer Stadtbesichtigung von Bamberg gerüstet sind. Vergessen Sie bei Ihrem Abendessen nicht, dass Bamberg eine große Tradition im Bierbrauen hat.

 

Tagesetappe 3 – von Bamberg nach Schweinfurt (ca. 60 Kilometer)

Nachdem auf der Tagesetappe 2 dann doch einige Kilometer zusammen gekommen sind, beginnen wir die Tagesetappe 3 erst einmal mit wenig Fahrrad und viel Kultur. Hierfür nutzen wir die Stadtbesichtigung von Bamberg.

Die Geschichte von Bamberg begann im 9. Jahrhundert mit dem Bau des Castrum Babenberch (Babenburg), das auf dem heutigen Domberg errichtet wurde. Mit der Gründung des Bistums durch Kaiser Heinrich II. im Jahre 1007 und dem Bau des ersten Doms, wurde der Grundstein für ein geistliches Zentrum gelegt. Diese geistliche Ausrichtung von Bamberg ist in unserer Zeit eindrucksvoll erkennbar, weil fünf der sieben Hügel der Stadt einen weithin sichtbaren Kirchturm aufweisen. Einer der Höhepunkte des geistlichen Schaffens in Bamberg war die Wahl des ortsansässigen Bischofs zum Papst Clemens II. am 24. Dezember 1046.

Eingebettet in die beiden Flussarme der Regnitz, entwickelten sich im Laufe der Jahrhunderte drei markante Gebiete. Östlich des rechten Regnitzarmes, der inzwischen zum Main-Donau-Kanal umgebaut wurde, finden wir den modernen Teil von Bamberg mit den dort seit jeher ansässigen Gärtnern. Zwischen den beiden Flussarmen erstreckt sich die bürgerliche Altstadt. Und westlich des linken Regnitzarmes befindet sich das geistliche Viertel mit seiner immensen Anzahl von historischen Bauwerken. Dieser mit seinen mehr als 1200 Baudenkmälern unversehrt erhaltene historische Stadtkern wurde 1993 von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt.

Wir beginnen unsere Stadtbesichtigung an der Löwenbrücke, die uns über den Main-Donau-Kanal bringt. Von hier aus sehen wir die Europabrücke, wie auf dem folgenden Bild ersichtlich.

 

Bamberg-Main-Donau-Kanal

 

Wenn wir mit dem Verlauf des Radwegs von Norden kommend nach Bamberg hinein fahren, werden wir ganz automatisch auf diese Brücke treffen. Also einfach der Beschilderung des Main Radwegs folgen. Weiter geht es gerade aus bis zur Kreuzung Markusplatz / Kapuzinerstraße. Diesen Punkt merken wir uns, da wir nach der Stadtbesichtigung wieder hierher zurückkehren werden. Der Radweg biegt nach rechts ab, wir aber fahren gerade aus.

Nach einem kurzen Stück werden wir von der Markusbrücke über den linken Arm der Regnitz geführt. Hier beginnt der geistlich geprägte Teil der Stadt. Blicken wir auf die nun vor uns liegende große Anzahl von historischen Gebäuden, so fällt es schwer zu entscheiden, wo wir mit unserer Besichtigung überhaupt anfangen sollen. Deshalb werde ich in diesem Reisebericht eine Auswahl dessen zeigen, was in Bamberg sehenswert ist.

Glücklicherweise ist Bamberg gut ausgeschildert, so dass wir die Neue Residenz (Navi-Eingabe: Domplatz) sehr einfach finden.

 

Bamberg-Neue-Residenz

 

Die Neue Residenz wurde ehemals als Sitz der Bamberger Fürstbischöfe in zwei Bauabschnitten errichtet. Ab 1602 baute Fürstbischof Johann Philipp von Gebsattel den hinteren zweiflügeligen Teil im Renaissancestil. Der vordere barocke Teil wurde unter Fürstbischof Lothar von Schönborn in den Jahren 1697 bis 1703 hinzugefügt. Nachdem dieser Gebäudekomplex ab 1803 zur königlichen Residenz umfunktioniert wurde, beherbergt er in unserer heutigen Zeit die Staatsbibliothek und die Staatsgalerie. Direkt gegenüber sehen wir den Dom.

 

Bamberg-Dom-aussen Bamberg-Dom-innen

 

Der Bau des ersten Doms geht auf das 11. Jahrhundert zurück und wurde 1012 geweiht. 1081 fiel diese Version des Bamberger Doms einem Großfeuer zum Opfer. Nach einem provisorischen Wiederaufbau brannte er 1185 erneut ab und war so stark beschädigt, dass er abgerissen werden musste. Heute sehen wir die 1237 geweihte zweite Version, die ab 1611 in den barocken Stil überführt wurde. Eine der Besonderheiten dieses Doms ist das Grab von Papst Clemens II. als einziges Papstgrab nördlich der Alpen. Clemens II. war vor seiner Wahl zum Papst Bambergs Bischof und trug den Namen „Suidger“.

Wenn wir vor dem Portal des Doms stehen und auf den Domplatz blicken, erkennen wir eine Gasse, die zwischen ihm und dem Historischen Museum nach rechts führt. Diese leitet uns durch die verschlungenen Wege des geistlichen Stadtteils, bis wir über eine Treppe auf eine Straße namens Unterer Kaulberg stoßen. Hier nach rechts den Berg hoch. Nach etwas mehr als zweihundert Metern erkennen wir auf der rechten Seite am Karmelitenplatz das Karmelitenkloster.

 

Bamberg-Karmelitenkloster-aussen Bamberg-Karmelitenkloster-innen

 

Das Karmelitenkloster wurde 1157 als Zisterzienserinnenkloster erbaut. Mitte des 16. Jahrhunderts wurde es von den Karmeliten übernommen und war ab 1802 für einhundert Jahre Lazarett, Schulhaus oder Kaserne. 1902 erwarben wiederum die Karmeliten das Kloster und betreiben dort das Spätberufenenwerk Theresanium (Bamberg). Sehr sehenswert ist die oben abgebildete Kirche des Klosters, die vor allem mit ihrer Innenarchitektur besticht.

Nun fahren wir die Straße Unterer Kaulberg hinunter und biegen dann links in die Schranne genannte Straße ab. Dieser Straße folgen und immer nach den Touristengruppen Ausschau halten. Haben wir die größte Menge an Touristen gefunden, sind wir an der Oberen Brücke angelangt. Das auffälligste Gebäude an dieser Stelle ist das Alte Rathaus.

 

Bamberg-Altes-Rathaus

 

Das Alte Rathaus symbolisiert als Wahrzeichen der Stadt die Grenze zwischen dem bischöflichen Teil und der bürgerlichen Innenstadt von Bamberg. Die heutige Form dieses Gebäudes stammt von einem Neuaufbau Mitte des 15. Jahrhunderts. 1744 bis 1756 wurde es dann von Johann Jakob Michael Küchel im Stil von Barock und Rokoko umgestaltet. Aus dieser Zeit sind uns auch die Fassadenmalereien von Johann Anwanderer erhalten geblieben.

Wenn wir auf der Oberen Brücke stehen und nach Nordwesten blicken, erkennen wir Klein Venedig mit seinen markanten Häusern und Ausflugsschiffen.

 

Bamberg-Klein-Venedig

 

Klein Venedig bezeichnet die ehemalige Fischersiedlung mit Häusern aus dem 17. Jahrhundert. Es ist neben seinem ganz speziellen Wohnwert vor allem als Kulisse des im August stattfindenden Fischerstechens, dem größten Volksfest von Bamberg, bekannt.

Über die Obere Brücke gelangen wir auf die Insel zwischen den beiden Regnitzarmen und somit in den bürgerlichen Teil der Stadt. Nach wenigen Metern treffen wir auf die Lange Straße, überqueren diese und befinden uns jetzt in der Fußgängerzone am Grünen Markt. Auch in diesem bürgerlichen Teil gibt es sehenswerte kirchliche Bauwerke, wie die Pfarrkirche St. Martin beweist.

 

Bamberg-Sankt-Martin-aussen Bamberg-Sankt-Martin-innen

 

Diese dem Heiligen Martin geweihte Kirche läutete 1689 die Ära von Baumeister Leonhard Dientzenhofer mit seinem fränkischen Barock ein. Ein durchaus beeindruckendes Bauwerk mit einer sehenswerten Innenarchitektur, mitten in der Fußgängerzone.

Leider ist es im Rahmen eines solchen Reiseberichts bei der Fülle der Historie von Bamberg nur möglich eine kleine Auswahl an Sehenswürdigkeiten zu zeigen. Wer aber mehr über diese Stadt erfahren möchte, sollte sich die gewünschten Details aus der Literatur besorgen. Hierfür empfehle ich das Buch von Heike Mallad, die nicht nur die Historie, sondern auch die Menschen dieser wunderschönen Stadt beleuchtet.

Zum Buch über das sehenswerte Bamberg (hier klicken)
 

Jetzt wieder zurück zur Lange Straße, nach rechts abbiegen, Am Kranen vorbei und auf der Kapuzinerstraße bis zum Markusplatz. Dort finden wir die Wegweiser des Main Radwegs, mit deren Führung wir die sehr beeindruckende Stadt Bamberg in Richtung Schweinfurt verlassen.

Nach so viel beeindruckender Historie kommen die nächsten zwanzig Radkilometer gerade zur rechten Zeit. Hier nutzen wir überwiegend den gut ausgebauten Radweg entlang der B26. So durchfahren wir ein ländlich anmutendes Gebiet und durchqueren die Orte Bischberg, Trosdorf, Viereth, Trunstadt, Rossstadt, Dippach und Eschenbach. Erst in Eltmann lassen sich weitere Sehenswürdigkeiten erkennen, die uns zum Verweilen einladen.

Wenn wir von unserem Radweg nach links blicken, können wir den Turm der Wallburg erkennen. Diesen Turm nehmen wir als Bezugspunkt und folgen ihm in den Ort hinein.

 

Eltmann-Wallburg

 

Auch wenn die hochmittelalterliche Wallburg das Wahrzeichen von Eltmann darstellt, ist ein Besuch dieser Burg nicht zu empfehlen. Von ihr ist nämlich nur noch der weit sichtbare Turm übrig geblieben. Trotzdem ist die Burg als richtungsweisender Bezugspunkt nutzbar.

So biegen wir vom Radweg, die Wallburg fest im Blick, nach links in die Zinkenstraße ab. Weiter gerade aus kommen wir über den Steinertsplatz auf den Marktplatz. Hier erkennen wir das sehenswerte Rathaus, das 1728 als Zehntscheune errichtet wurde. 1879 wurde es dann zum Rathaus umgebaut.

 

Eltmann-Rathaus

 

Gegenüber steht die katholische Pfarrkirche St. Michael und Johannes der Täufer, die von 1835 bis 1838 im neoromanischen Stil gebaut wurde. Als Zeitzeugen ihrer Vorgänger befindet sich im spätromanischen Turmuntergeschoss eine hochgotische Sakramentskapelle mit einem Kreuzrippengewölbe aus dem 13. Jahrhundert und spätromanischen Fresken aus dem 16. Jahrhundert.

 

Eltmann-Pfarrkirche-aussen Eltmann-Pfarrkirche-innen

 

Nach dem Marktplatz gelangen wir über die Landrichter-Kummer-Straße auf unseren Main Radweg zurück.

Schon nach wenigen Kilometern kommen wir nach Limbach. Wir durchqueren die Ortschaft und treffen danach auf die spätbarocke Wallfahrtskirche Maria Limbach aus dem 18. Jahrhundert. Auch wenn diese Kirche von außen eher unscheinbar wirkt, so wird der Betrachter spätestens durch ihre üppige Innenausstattung beeindruckt.

 

Wallfahrtskirche-Maria-Limbach-aussen Wallfahrtskirche-Maria-Limbach-innen

 

Das kurz danach folgende Sand am Main durchqueren wir, ohne spezielle Sehenswürdigkeiten erkennen zu können. Trotzdem lohnt es sich zwischen Sand und Sandwörth den Blick nach links zu lenken. Dort ist der Sander Baggersee zuhause, mit seinem wunderschönen Naturschutzgebiet.

 

Sand-am-Main-Naturschutzgebiet

 

Nur kurze Zeit später überqueren wir wiederum eine Brücke. Der Blick nach links zeigt uns nun den Krimmerswörtsee, der zusammen mit dem schon genannten Sander Baggersee das Naturschutzgebiet bildet. Jenseits der Brücke erreichen wir Zeil am Main und biegen am Ende der Sander Straße nach links in die Hauptstraße ein.

Auf dieser Hauptstraße und auch in dessen Verlängerung finden wir einige sehr sehenswerte Fachwerkhäuser aus dem 16. Jahrhundert.

 

Zeil-Fachwerk-Marktplatz Zeil-Fachwerk

 

Zwischen den Fachwerkhäusern des Marktplatzes versteckt sich die 1713 bis 1732 erbaute Stadtpfarrkirche St. Michael. Sie ist der Nachfolger der ehemaligen gotischen Kirche St. Johannes Baptista. Sehr sehenswert ist die Innenarchitektur dieser Kirche St. Michael.

 

Zeil-Sankt-Michael-innen Zeil-Sankt-Michael

 

Wir folgen dem Radweg durch die Felder entlang der wenig befahrenen B26 nach Haßfurt. Auch hier wird wieder deutlich, welch beeindruckende Bauwerke sogar in den heute recht kleinen Orten zu finden sind.

Wir kommen aus Richtung Osten und durchqueren Haßfurt auf der Hauptstraße. Nach wenigen Metern erscheint auf der rechten Seite die Ritterkapelle, das erste sehenswerte Gebäude des Ortes.

 

Hassfurt-Ritterkapelle-aussen Hassfurt-Ritterkapelle-innen

 

Die Grundsteinlegung des heutigen Bauwerks geht auf das 15. Jahrhundert zurück. Im 19. Jahrhundert wurde die Ritterkapelle größtenteils in den neugotischen Stil überführt. Sehr markant sind die 345 Wappenschilde der in den verschiedenen Jahrhunderten hier ansässigen Ritter.

Nur wenige hundert Meter weiter entdecken wir das Alte Rathaus, das 1514 bis 1516 als spätgotischer Steinbau errichtet wurde.

 

Hassfurt-Rathaus

 

Hinter dem Rathaus befindet sich der Marktplatz, an dessen Rand die Pfarrkirche St. Kilian zu finden ist. Diese Kirche wurde ab 1390 als spätgotische Hallenanlage erbaut. Besonders zu erwähnen sind die Holzplastiken von Riemenschneider und einheimischen Künstlern.

 

Hassfurt-Pfarrkirche-aussen Hassfurt-Pfarrkirche-innen

 

In manchen Karten ist in der Nähe von Haßfurt das Kloster Mariaburghausen eingezeichnet. Dieses Kloster hat sich in unserer Zeit zu einem landwirtschaftlich genutzten Gebäudekomplex verändert und dadurch all seinen ehemaligen Glanz verloren. Eine Besichtigung ist nicht zu empfehlen.

Daher unternehmen wir keinen Ausflug nach Mariaburghausen, sondern folgen in Haßfurt weiter dem Radweg und genießen die direkte Nähe zum Main.

 

Hassfurt-Main

 

Nun geht es auf dem gut ausgebauten Main Radweg mit direktem Kontakt zur B26, den Bahnschienen und dem Fluss in Richtung Schweinfurt. So kommen wir auf den nächsten zwanzig Kilometern an verschiedenen kleineren Ortschaften dieses idyllischen Gebietes vorbei.

Wir erreichen Schweinfurt, das 791 seine erste schriftliche Erwähnung fand. Ab dem 12. Jahrhundert bis einschließlich 1802 genoss Schweinfurt die Rechte einer Reichsstadt. Da sich die Stadt in unserer Zeit vor allem als Industriestandort versteht, sind es eher die Sehenswürdigkeiten aus früheren Zeiten, die uns nach Schweinfurt locken.

Wir kommen über einen Streckenabschnitt unseres Radwegs nach Schweinfurt, der auch einer solchen Industriestadt ein durchaus sehenswertes natürliches Gesicht verleiht.

 

Schweinfurt-Main

 

Mit einem Ausflug in die Fußgängerzone entdecken wir das ein oder andere Gebäude, das dieser industriell geprägten Stadt einen Hauch von historischem Glanz verleiht. Hierzu verlassen wir den Radweg an der Maxbrücke nach rechts und sind im Handumdrehen in der Fußgängerzone. Über die Brückenstraße erreichen wir den Marktplatz mit seinem Rathaus aus der Renaissance, das unter der Leitung von Nikolaus Hofmann 1569 bis 1572 erbaut wurde.

 

Schweinfurt-Altes-Rathaus

 

Fast gegenüber erkennen wir die St. Johannis Kirche (Martin-Luther-Platz), eine historische Stadtpfarrkirche mit Ausprägungen verschiedener Bauphasen. So stammt der Turm aus der Phase am Ende des 12. Jahrhunderts. Das Querhaus ist aus einer späteren Zeit und wurde 1225 bis 1240 errichtet.

 

Schweinfurt-Sankt-Johannis

 

Schweinfurt-Stankt-Johannis-innen Schweinfurt-Sankt-Johannis-Altar

 

Sicherlich ist ein weiterer Rundgang durch die historische Altstadt von Schweinfurt empfehlenswert. Dieser kann aber auch nach dem Abendessen absolviert werden, da die wenigen sehenswerten Bauwerke nur in der Metzgergasse und der Apostelgasse zu finden sind.

Deshalb sollten wir zuerst eine Unterkunft suchen. Der nachfolgende Link hilft Ihnen günstige Hotels und Pensionen zu finden.

Zu den günstigen Unterkünften von Schweinfurt (hier klicken)
 

Nun wünsche ich einen guten Appetit. Vergessen Sie beim wohlverdienten Abendessen nicht die speziellen Speisen dieser Gegend mit einem der berühmten Frankenweine anzufeuchten. Wer schon jetzt eine dieser Weine probieren möchte, kann sich mit dem nachfolgenden Link die gewünschte Menge bestellen.

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Tagesetappe 4 – von Schweinfurt nach Kitzingen (ca. 60 Kilometer)

Wir kehren wieder zur Maxbrücke zurück und folgen dem Main Radweg nach rechts. Schon nach ungefähr acht Kilometern kommen wir nach Bergrheinfeld. Ob Sie sich für Kirchen interessieren oder nicht, Sie sollten die in Bergrheinfeld auffindbare Barockkirche Maria Schmerz nicht verpassen. Wir finden diese ab 1688 erbaute Kirche, wenn wir an der Kreuzung Am langen Graben / Mainstraße ungefähr fünfzig Meter nach rechts blicken.

 

Bergrheinfeld-Maria-Schmerz

 

Bergrheinfeld-Barockkirche-Maria-Schmerz Bergrheinfeld-Maria-Schmerz-innen

 

Wer die nächsten zwölf Kilometer ohne historische Bauwerke genießen möchte, sollte in Bergrheinfeld der Beschilderung des Main Radwegs direkt in Richtung Würzburg folgen. Hierzu am Ende der Straße namens Am langen Graben die Mainstraße halbrechts überqueren. Also immer den offiziellen Schildern folgen, wir sehen uns in Wipfeld wieder.

Alle anderen können mich auf eine alternative Strecke begleiten, die drei wundervolle Kirchen für uns bereithält. Hierzu biegen wir Am langen Graben nach rechts in die Mainstraße ein und fahren in Richtung Grafenrheinfeld. Schon nach knapp zwei Kilometern sehen wir auf der linken Seite der Hauptstraße von Grafenrheinfeld (ST2277) die beeindruckende Kirche Kreuzauffindung (Kirchplatz). Sie wurde 1755 bis 1795 mit einer sehenswerten Innenausstattung im Rokokostil erbaut. Nachdem sie im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde, erstrahlt sie nach ihrem Wiederaufbau in den 1950er Jahren und der Renovierung von 1988 bis 1993 in neuem Glanz.

 

Grafenrheinfeld-Kirche-Kreuzauffindung Grafenrheinfeld-Kirche-Kreuzauffindung-innen

 

Auf einer wenig befahrenen Straße geht es weiter über Röthlein nach Heidenfeld. Hier finden wir die Wallfahrtskirche St. Laurentius (Kirchgasse), die im neubarocken Stil 1904 bis 1906 erbaut wurde. Trotz ihres recht jungen Alters beinhaltet sie viele Elemente ihrer klassizistischen Vorgänger, wodurch sich vor allem ihre Innenausstattung als sehr sehenswert erweist.

 

Heidenfeld-Wallfahrtskirche Heidenfeld-Wallfahrtskirche-innen

 

Nach weiteren sieben Kilometern erreichen wir über Hirschfeld das schon von weitem sichtbare Kloster St. Ludwig. Das Kloster liegt direkt an unserem Weg, der parallel zur mäßig befahrenen Straße von Hirschfeld nach Stammheim verläuft.

St. Ludwig geht auf den Kurbetrieb des Ludwigbades zurück, das mit seinen fünf Heilquellen von 1811 bis 1901 betrieben wurde. Danach wurde der Ort als Benediktinerkloster ausgebaut. Die heute weit sichtbare neuromanische Klosterkirche stammt aus den Jahren 1906 bis 1909, und erfreut uns mit einer Innenausstattung nach Art der Beuroner Schule.

 

Wipfeld-Kloster-Sankt-Ludwig Wipfeld-Kloster-Sankt-Ludwig-innen

 

Kurz nach dem Kloster treffen wir wieder auf den Main Radweg und folgen ihm nach Stammheim. Nach ungefähr zwei Kilometern sind wir dort angelangt und streifen Stammheim auf einer Uferpassage entlang des Main. Für die nächsten zehn Kilometer erwartet uns eine äußerst idyllische Strecke, die sich dicht an den Fluss schmiegt und uns die prachtvolle Schönheit seiner erholsamen Natur zeigt.

 

Volkach-Fahr-Main Volkach-Fahr-Radweg

 

Kurz vor Volkach entdecken wir links die Wallfahrtskirche St. Maria im Weingarten, die gemäß ihres Namens mitten zwischen den Reben steht. Ein kleiner Abstecher den steilen Weinberg hinauf bringt uns rasch zur überwiegend im spätgotischen Stil erhaltenen Kirche.

 

Volkach-Sankt-Maria-im-Weingarten Volkach-Sankt-Maria-im-Weingarten-innen

 

Nur kurze Zeit später erreichen wir auf dem Radweg die Ortschaft Volkach, die seit 1258 mit offiziell beurkundeten Stadtrechten ausgestattet ist. Mit dem Radweg kommen wir zu einem Kreisel in der Nähe der Mainbrücke. Dort verlassen wir den Fahrradweg nach links, um der Innenstadt von Volkach einen Besuch abzustatten. Die Georg-Berz-Straße führt uns direkt zum Marktplatz und somit zum Renaissance-Rathaus aus dem Jahr 1544.

 

Volkach-Rathaus

 

Direkt daneben erkennen wir die 1413 bis 1512 erbaute katholische Stadtkirche St. Bartholomäus mit einem Renaissance-Taufstein von 1559. Die in ihrer Innenausstattung auffindbaren Barockaltäre sowie der Rokoko-Stuck gehen auf einen Vorgängerbau zurück, über den sehr wenig bekannt ist.

 

Volkach-Sankt-Bartholomaeus Volkach-Sankt-Bartholomaeus-Orgel

 

Wir beenden unsere kleine Stadtbesichtigung und kehren zum Main Radweg zurück. Bevor wir diese Gegend aber endgültig verlassen, können wir von der Mainbrücke aus den wunderbaren Blick auf den Fluss genießen.

 

Volkach-Main

 

Weiter geht es am Fluss entlang durch eine Gegend mit dem bekannten Frankenwein. Wer schon jetzt von diesem erfrischenden Getränk kosten möchte, kann dafür gerne diesen Link nutzen.

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Nach acht Kilometern erreichen wir Schwarzach mit seiner Benediktiner-Abtei. Wer den Ausgleich zum stressigen Alltag oder die Erweiterung seines Wissens sucht, ist in den vielfältigen Seminaren der Abtei sehr gut aufgehoben.

 

Schwarzach-Klosterkirche

 

Wir überqueren den Main und setzen unsere Fahrt nach Dettelbach fort. Neben dem spätgotischen Rathaus (1512) und der Pfarrkirche St. Augustinus von 1503 ist es vor allem die Wallfahrtskirche Maria am Sand (1506), die uns in dieser gemütlichen Stadt erwartet. Besonders die Innenausstattungen der beiden Kirchen ist einen Besuch dieser Bauwerke wert.

Da wir auf dem Radweg entlang der Bamberger Straße (B22) in Dettelbach ankommen, biegen wir nach rechts auf die Straße Am Felsenkeller ab, und erreichen nochmals nach rechts abbiegend über die Luitpold-Baumann-Straße den Wallfahrtsweg mit der Kirche Maria am Sand von 1506. Dabei immer an der sehr guten Beschilderung orientieren.

 

Dettelbach-Wallfahrtskirche-Maria-im-Sand Dettelbach-Wallfahrtskirche-Maria-im-Sand-Altar

 

Wieder zur Bamberger Straße zurückgekehrt, folgen wir dem Radweg und biegen rechts in die Straße Am Bach ein. Dieser Straße folgend stoßen wir direkt auf das spätgotische Rathaus.

 

Dettelbach-Rathaus

 

Rechts neben dem Rathaus geht es in die Fußgängerzone und den Markt mit der Pfarrkirche St. Augustinus.

 

Dettelbach-Sankt-Augustinus Dettelbach-Sankt-Augustinus-Altar

 

Und erneut kehren wir zur Bamberger Straße zurück. Dort lassen wir uns von den Schildern des Main Radwegs aus der Stadt Dettelbach lotsen. Wir fahren nun rund acht Kilometer durch das eindrucksvolle Weinanbaugebiet des Frankenlandes und erreichen auf einer gemütlich flachen Strecke die Stadt Kitzingen.

In Kitzingen angekommen, sehen wir bei Flusskilometer 286,76 eines der Wahrzeichen der Stadt. Es ist die Alte Mainbrücke, die ebenso wie die Stadt selbst im Jahre 1300 erstmals urkundlich erwähnt wurde.

 

Kitzingen-Alte-Mainbrücke

 

Wir überqueren die Mainbrücke und entdecken am gegenüber liegenden Ufer die sehr sehenswerte Heiligkreuzkirche. Diese wurde Mitte des 18. Jahrhunderts nach den Plänen von Balthasar Neumann im barocken Stil erbaut.

 

Kitzingen-Heiligkreuzkirche Kitzingen-Heiligkreuzkirche-Altar

 

Leider ist diese Kirche nur während der Gottesdienste geöffnet. Man erzählt sich, dass vor einigen Jahren in ihren Innenräumen ein äußerst obszönes Video produziert und im Internet veröffentlicht wurde. Daraufhin beschlossen die Verantwortlichen die Pforten der Kirche fortan nur noch zu den beaufsichtigten Zeiten zu öffnen.

Nun kehren wir an das rechte Mainufer zurück und fahren dort gerade aus in die Marktstraße. Auf der linken Seite begegnet uns St. Johannes, die katholische Pfarrkirche aus dem 15. Jahrhundert. Besonders beeindruckend ist die in dieses spätgotische Bauwerk meisterhaft integrierte Orgel von 1996.

 

Kitzingen-Sankt-Johannes Kitzingen-Sankt-Johannes-Orgel

 

Gerade aus weiter erkennen wir das Rathaus, ein 1561 bis 1563 erbautes Gebäude im Renaissance Stil.

 

Kitzingen-Rathaus

 

Wenn wir vor dem Rathaus nach rechts abbiegen und auf die kurz danach auftauchende Kaiserstraße wiederum nach rechts einbiegen, erscheint der Platz der Partnerstädte mit der unübersehbaren Stadtkirche von Antonio Petrini. 1686 bis 1699 wurde dieses evangelische Bauwerk errichtet.

 

Kitzingen-Stadtkirche Kitzingen-Stadtkirche-Orgel

 

Auch hier besticht neben der beeindruckenden Fassade die kunstvoll eingefügte Orgel aus der Mitte des 20. Jahrhunderts. Vor allem mit der Orgel der Stadtkirche und der Orgel von St. Johannes stellt Kitzingen seine Stellung als regionales kirchenmusikalisches Zentrum unter Beweis. In verschiedenen Veranstaltungen wird auf diesen beiden Instrumenten das meisterhafte Orgelspiel geboten.

Auf der Kaiserstraße an der Stadtkirche vorbei, am nächsten Kreisel die erste Ausfahrt nach rechts und nach ungefähr zweihundert Metern in die Marktstraße nach links, erreichen wir kurze Zeit später wieder das Flussufer mit der Alten Mainbrücke und dem Radweg.

Hier beenden wir die heutige Tagesetappe und begeben uns in unsere Unterkunft. Mit der Hilfe des folgenden Link können Sie eine günstige Übernachtungsmöglichkeit finden.

Zu den günstigen Unterkünften von Kitzingen (hier klicken)
 

Auch in Kitzingen ist der Frankenwein zu Hause. Wer jetzt schon probieren möchte, sollte sich mit diesem Link ein wenig umsehen.

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Tagesetappe 5 – von Kitzingen nach Würzburg (ca. 40 Kilometer)

Kommen wir nun zur letzten Tagesetappe dieses ersten Teils unserer Radtour am Main. Diese Etappe ist mit einer Fahrstrecke von vierzig Kilometern recht kurz gehalten, da ich vor allem in Würzburg eine sehr umfangreiche Stadtbesichtigung eingeplant habe.

Zunächst treffen wir uns an der Alten Mainbrücke in Kitzingen und lassen uns von den Wegweisern des Main Radwegs aus der Stadt lotsen. Auf den nächsten siebzehn Kilometern folgen wir dem Verlauf des Flusses und durchfahren ein Gebiet, das mit einer üppigen Natur, idyllischen Weinbergen und kleineren Ortschaften glänzt. Es ist immer wieder ein Erlebnis den Mittelpunkt der Mainbrücken aufzusuchen und in beide Richtungen die wunderschöne Aussicht zu genießen.

 

Main-Marktbreit

 

Aus östlicher Richtung kommend treffen wir in Ochsenfurt ein. Wir unterqueren die Mainbrücke der B13 und folgen der Mainuferstraße bis zur Brückenstraße, in die wir nach links einbiegen. Einige Querstraßen weiter geht es dann nach links in die Fußgängerzone der Hauptstraße.

Es dauert nur eine ganz kurze Strecke, bis wir auf dieser Hauptstraße die sehenswerte Ansammlung von verschiedenen Fachwerkhäusern entdecken.

 

Ochsenfurt-Fachwerk

 

Auf der gegenüber liegenden Seite der Straße befindet sich die Stadtpfarrkirche St. Andreas aus dem 15. Jahrhundert. Schon alleine die eindrucksvolle Innenarchitektur mit dem Renaissance-Altar von 1612 ist einen Besichtigung wert.

 

Ochsenfurt-Stadtpfarrkirche Ochsenfurt-Stadtpfarrkirche-Sankt-Andreas

 

Wir folgen weiter der Hauptstraße in östlicher Richtung und erreichen das Rathaus von 1515. Das Rathaus ist mit einer prächtig ausgearbeiteten Monduhr bestückt.

 

Ochsenfurt-Rathaus

 

Links vom Rathaus bringt uns die Kolpingstraße zur Jahnstraße (B13) und somit über den Fluss zurück zum Main Radweg. So durchqueren wir die Altstadt von Ochsenfurt mit ihren historischen Bauwerken und Gassen.

Am rechten Mainufer angelangt, folgen wir dem Radweg in Richtung Würzburg. Auch die nächsten Kilometer zeigen uns die natürliche Schönheit dieser Landschaft, die wir in direkter Tuchfühlung zum Main durchfahren.

 

Sommerhausen

 

Schnell erreichen wir Randersacker mit seiner liebevoll angelegten Uferpromenade, die uns auch einen wunderschönen Blick auf den Fluss und seine einzigartige Umgebung erlaubt.

 

Randersacker-Mainpromenade Randersacker-Main

 

Wer mit einem Bummel durch die verwinkelten Gassen von Randersacker die Ortschaft ein wenig genauer betrachten möchte, sollte es nicht versäumen auch die Kirche St. Stephan zu besuchen. Diese romanische Pfarrkirche ist vor allem durch ihre Innenausstattung ein lohnendes Ziel.

 

Randersacker-Pfarrkirche Randersacker-Pfarrkirche-Sankt-Stephan

 

Der Main Radweg bringt uns auf den nächsten vier Kilometern nach Würzburg, dem Ende unserer Tagesetappe 5. Bevor wir somit auch den ersten Teil des Main Radwegs beenden, werden wir uns auf eine ausgiebige Besichtigung der überaus eindrucksvollen Stadt Würzburg begeben.

Um 1000 v. Chr. ist mit dem Bau einer keltischen Fliehburg auf dem Marienberg die erste nennenswerte Aktivität im Gebiet von Würzburg zu verzeichnen. Im 5. Jahrhundert n. Chr. kamen die Alemannen und im 6. und 7. Jahrhundert die Franken. Über die Jahrhunderte entwickelte sich in Würzburg eine sehr eindrucksvolle Historie, die sich vor allem in der Anzahl und Pracht seiner geschichtsträchtigen Bauwerke niederschlägt. Deshalb ist es zu empfehlen für die Stadtbesichtigung mindestens einen ganzen Tag einzuplanen. Um aber den Rahmen dieses Reiseberichts nicht zu sprengen, werde ich mich auf eine überschaubare Zahl an Sehenswürdigkeiten beschränken. Wer mehr erfahren möchte, sollte deshalb in der einschlägigen Literatur stöbern. Der nachfolgende Link hilft ihnen das passende Buch zu finden.

Zum Stadtführer durch die Residenzstadt Würzburg (hier klicken)
 

Wir folgen dem Fluss und erreichen Würzburg aus südlicher Richtung. Wenn wir das Ludwigkai erreicht haben, dauert es nicht mehr lange bis wir auch die Ludwigsbrücke sehen. Ab hier gibt es einen wunderschönen, aber auch anstrengenden Ausflug zum „Käppele“ mit einer sehenswerten Kirche und einem einzigartigen Blick auf die Altstadt.

Wer keine Lust auf diesen beschwerlichen Ausflug hat, der fährt gerade aus weiter. Wer mich aber auf diesen Ausflug begleiten möchte, der merkt sich zuallererst diese Stelle an der Ludwigsbrücke, da wir später wieder hierher zurückkehren werden. Kurz vor der Ludwigsbrücke bringt uns ein Weg vom Mainufer aus auf die Brücke hinauf. Wenn wir dann die Ludwigsbrücke überqueren, blicken wir nach halb links und entdecken auf einer Anhöhe das Käppele.

 

Wuerzburg-Kaeppele

 

Der ungefähr zwei Kilometer lange Weg zum Käppele ist ab der Ludwigsbrücke sehr gut ausgeschildert, so dass es kein Problem sein sollte dieses auch zu finden. Was aber nicht auf den Schildern steht, ist die Beschaffenheit der letzten Teilstrecke von fünfhundert Metern, die uns durch ihre ungemütliche Steigung sehr viel abverlangt. Je nach Fitness kann es sogar einfacher sein, das Fahrrad stehen zu lassen und dieses Stück zu Fuß zurückzulegen. Sind wir aber oben angekommen, werden wir zuallererst durch einen wunderschönen Ausblick auf die Altstadt entschädigt.

 

Wuerzburg-Stadt-Panorama

 

„Käppele“ ist der volkstümliche Name der Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung, die 1748 bis 1750 erbaut wurde. Als Alternative zur Straße führt auch ein Treppenaufgang mit 247 Stufen zum Käppele. Die obere Hälfte des Aufgangs wurde als Kreuzweg errichtet. Kirche und Kreuzweg sind eindrucksvoll in die Weinberglandschaft eingebunden und gelten deshalb als bedeutendes Kleinod des Spätbarock.

 

Wuerzburg-Kaeppele-Altar Wuerzburg-Kaeppele-Orgel

 

Nun kehren wir zurück zur Ludwigsbrücke, unterqueren diese auf dem Radweg des rechten Ufers und sehen links die Festung Marienberg.

 

Wuerzburg-Festung-Marienberg

 

Der Ursprung der Festung Marienberg geht auf die 1000 v. Chr. erbaute keltische Fliehburg zurück, von der heute nichts mehr übrig ist. Die ältesten noch erhaltenen Teile der Festung stammen von 704 n. Chr. Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Festung mehrfach erweitert und umgebaut. So schlägt sich der Stil der Renaissance in dem Bereich des Schlosses nieder, das 1573 unter dem Fürstbischof Julius Echter von Mespelbrunn erbaut wurde. Der Umbau der Festungsanlage hingegen wurde nach dem Dreißigjährigen Krieg im barocken Stil durchgeführt. Alle Kriege in den darauf folgenden Jahrhunderten veränderten durch Zerstörung und Wiederaufbau das Bild der Festung, bis sie schlussendlich das heutige Aussehen erreichte.

Wer die Festung vor Ort besuchen möchte, sollte sich auf eine ähnlich anstrengende Anfahrt wie beim Käppele gefasst machen. Schon allein wegen ihrer Größe ist die Festung Marienberg sehr leicht zu finden. Ab der Alten Mainbrücke gibt es am linken Mainufer eine ausreichende Beschilderung, die uns den entsprechenden Weg zeigt. Auf diese Alte Mainbrücke fahren wir zu, wenn wir von der Ludwigsbrücke kommend dem Radweg am rechten Mainufer entlang in nördlicher Richtung folgen.

 

Wuerzburg-Alte-Mainbruecke

 

Die Alte Mainbrücke ist die älteste Brücke von Würzburg und verbindet die Altstadt mit der Festung Marienberg. Bevor der Baumeister Enzelin an dieser Stelle um 1120 das erste Exemplar in Form einer romanischen Steinbrücke baute, war der Fährverkehr die einzige Verbindung zwischen den Ufern des Main. Fast 350 Jahre später war Enzelin's Brücke durch Hochwasser und auf dem Fluss transportierte Baumstämme so stark beschädigt, dass sie ersetzt werden musste. Es begann der Bau der heutigen Alten Mainbrücke, deren Aussehen durch verschiedene Baumaßnahmen aber auch den ein oder anderen Krieg geprägt wurde.

Bevor wir nun dem Radweg über die Alte Mainbrücke folgen und gegebenenfalls auch noch einen Ausflug zur Festung Marienberg unternehmen, möchte ich ihnen eine kleine Auswahl der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Würzburger Altstadt zeigen. Als Verlängerung der Alten Mainbrücke erstreckt sich am rechten Ufer die Domstraße in östliche Richtung. Diese führt uns, wie der Name Domstraße schon vermuten lässt, direkt zum Dom St. Kilian.

 

Wuerzburg-Dom

 

Wuerzburg-Dom-Nebenaltar Wuerzburg-Dom-Orgel

 

Nachdem die ersten Bauwerke aus dem 8. und 9. Jahrhundert durch Feuer zerstört wurden, begann der damalige Bischof Bruno im Jahr 1040 mit dem heute sichtbaren Kiliansdom. 1045 übernahm sein Nachfolger, Bischof Adalbero, das Gebäude und vollendete es 1075. Der Dom St. Kilian gilt als viertgrößte romanische Basilika Deutschlands. Im Laufe der Jahrhunderte wurden dem einst romanischen Bauwerk spätgotische und barocke Stilelemente hinzugefügt. Ein durch die Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs notwendig gewordener Wiederaufbau brachte einen Dom hervor, der größtenteils von romanischen, modernen und barocken Elementen geprägt ist.

In direkter Nachbarschaft zum Dom erkennen wir das Neumünster. Es war Bischof Adalbero, der 1057 das dem Evangelisten Johannes geweihte Stift Neumünster gründete. Im 17. Jahrhundert bekam die Kirche die in unserer Zeit sichtbare architektonische Ausprägung. Durch die zweijährige Renovierung ab 2009 entstand ein mehr als sehenswerter Innenraum.

 

Wuerzburg-Neumuenster

 

Wuerzburg-Neumuenster-Altar Wuerzburg-Neumuenster-Orgel

 

Wenn wir zwischen Dom und Neumünster hindurchgehen, entdecken wir die Hofstraße, die uns gerade aus zur Residenz führt.

Das unübersehbare Bauwerk der Würzburger Residenz wurde 1719 bis 1744 im barocken Stil erbaut. An der Innenausstattung baute man sogar bis 1781. Dieses ursprünglich als Sitz der Würzburger Fürstbischöfe genutzte Schloss, zählt zu den Hauptwerken des süddeutschen Barock. Sogar die UNESCO würdigt die Residenz als einheitlichstes und außergewöhnlichstes aller Barockschlösser und erhebt es 1981 in den Rang eines Weltkulturerbes. Somit steht die Würzburger Residenz auf der gleichen Stufe wie Schönbrunn in Wien und Versailles in Paris. Diese Ausnahmestellung wird auch durch den wunderschönen Hofgarten unterstrichen, der das Schloss umgibt.

 

Wuerzburg-Residenz Wuerzburg-Residenz-Seitenansicht

 

Auch wenn Würzburg noch eine Vielzahl weiterer Sehenswürdigkeiten bietet, möchte ich an dieser Stelle den kleinen Stadtrundgang beenden. Wer noch mehr über Würzburg erfahren möchte, kann mit dem folgenden Link die einschlägige Literatur durchstöbern.

Zum Stadtführer durch die Residenzstadt Würzburg (hier klicken)
 

Ebenfalls endet in Würzburg die Tagesetappe 5 und somit auch der erste Teil der Radtour am Main. Nun haben Sie mehrere Möglichkeiten:

  • Sie sollten auf jeden Fall diesen Reisebericht weiter lesen, da es nun noch viele Informationen über Land, Leute und viele weitere Spezialitäten gibt.
     
  • Sie können in Würzburg übernachten und die Stadt noch näher kennen lernen. Mit diesem Link finden Sie die passende Unterkunft:

    Zu den günstigen Unterkünften von Würzburg (hier klicken)
     

  • Sie können Ihre Radtour am Main erst einmal beenden und per Bahn zu Ihrem Wagen oder nach Hause fahren.

    Der Link zur Bahnauskunft (hier klicken)
     

  • Sie können mich jetzt oder später begleiten und Ihre Radtour am Main mit dem Teil 2 fortsetzen.

    Zum Teil 2 der Radtour am Main (hier klicken)
     

  • Sie können nachdenken und selbst überlegen, was Sie noch alles tun könnten …..
     

Egal wofür Sie sich entscheiden, tun Sie immer nur das was Ihnen wirklich Spaß macht.

Nun haben wir den Main von seinen beiden Quellen bis nach Würzburg auf rund 270 Kilometern begleitet. Was in den urwüchsigen Gebieten von Rotem und Weißem Main mit manch sportlicher Herausforderung begann, wurde sehr schnell zur gemütlichen Fahrt auf dem preisgekrönten Main-Radweg. Eine wunderschöne Strecke mit einer herrlichen Natur, einem erfrischenden Weinbau, herzlichen Menschen und vielen beeindruckenden Kirchen, Klöstern, Burgen und Städten. Nehmen Sie sich für diese Radtour genügend Zeit, damit Sie alles auskosten können, was Ihnen hier in vielfältiger Weise geboten wird.

Und wenn Sie noch mehr vom Main sehen wollen, dann können Sie mich auch auf den zweiten Teil dieser außergewöhnlichen Radtour begleiten.

Zum Teil 2 der Radtour am Main (hier klicken)
 

Regionale Spezialitäten am Main

Wie entlang vieler Flüsse in Deutschland, so finden wir auch auf dem fränkischen Abschnitt des Main einen äußerst schmackhaften Wein. Mit etwa 6.000 Hektar (1 ha = 10.000 qm) ist das gesamte Weinanbaugebiet Franken das sechstgrößte in Deutschland. 80% seiner Fläche werden für den Anbau von Weißwein, 20% für den Rotwein genutzt. Somit entstehen jährlich mehr als 400.000 Hektoliter Wein (1 hl = 100 Liter). Vor allem die qualitativ hochwertigen Weine werden in den für das Frankenland typischen Bocksbeutel gefüllt. Das macht doch Appetit auf eine Weinprobe, oder?

Trotz all dieser beeindruckenden Zahlen der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau, kommt es darauf an, dass diese Weinprobe auch mundet. Denn vor allem beim Wein geht probieren über studieren. Wenn wir am Main selbst unterwegs sind, ist durch das vielfältige Angebot eine spontane Weinprobe durchaus möglich. Hier und jetzt können wir unsere Weinprobe aus dem Internet beziehen. Der nachfolgende Link hilft dabei die passenden Frankenweine zu finden:

Zu den Weinangeboten der Franken (hier klicken)
 

Wer sich noch weiter in die interessanten Details des Weinbaus in Franken vertiefen möchte, kann dies gerne über die einschlägige Literatur tun. Hier ein passender Buchvorschlag:

Zu den wissenswerten Details des Weinbaus in Franken (hier klicken)
 

Möchten Sie die Frankenweine verkosten, so müssen Sie eine gute Grundlage haben. Diese Grundlage schaffen wir durch die vielfältigen Spezialitäten dieser Gegend. Hierfür habe ich Ihnen ein Rezeptbuch ausgesucht, das die fränkische Küche am besten verkörpert.

Zu den speziellen Rezepten der Franken (hier klicken)
 

Nun möchte ich Sie aber nicht mehr länger von den kulinarischen Genüssen dieser wunderschönen Region abhalten. Ich wünsche einen guten Appetit.

 

Zusammengefasst die wichtigsten Informationen

Nachdem Sie sich mit dem eindrucksvollen Video, den herrlichen Bildern und meiner Beschreibung zum ersten Teil dieser ausgezeichneten Radtour am Main einen ersten Einblick verschaffen konnten, möchte ich Ihnen die Vorbereitung Ihrer Tour erleichtern. In diesem Abschnitt finden Sie deshalb alle hilfreichen Links, die Ihnen zu einer wunderschönen und einzigartigen Radreise verhelfen.
 

Fahrräder, Ausrüstung und Zubehör

Sollten Sie geeignete und günstige Fahrräder, weitere Ausrüstungsgegenstände oder sinnvolles Zubehör benötigen, so kann ich Ihnen den folgenden Link nur empfehlen:

Fahrräder, Ausrüstung und Zubehör zu günstigen Preisen (hier klicken)
 

Übrigens, Sie sollten Fahrräder, Ausrüstungsgegenstände oder Zubehör möglichst immer im Spätherbst oder Winter einkaufen. Zu dieser Zeit können Sie hochwertige Markenware um bis zu 70% billiger erwerben. Lesen Sie hierzu auch meinen Artikel unter
http://fahrrad-wandern.info/die-zeit-ist-reif-fuer-fahrrad-schnaeppchen
 

Streckenliteratur

Je nach Ihren Vorlieben, entweder eine ausführliche Streckenbeschreibung in einem praktischen Buch …

Zum Radtourenbuch Main-Radweg (hier klicken)
 

… oder die reine Geographie auf einer Karte:

Zum Kartenmaterial Main Radweg 1 (hier klicken)
 

Die Bahn

Auch wenn oftmals (zurecht) über die Bahn geschimpft wird, sie stellt für unsere Radtouren die tatsächlich flexiblere Hin- und Rückreisemöglichkeit dar. Informieren Sie sich einfach über den nachfolgenden Link:

Zur Bahnauskunft (hier klicken)
 

Günstige Hotels, Pensionen und Unterkünfte

Zum finden geeigneter Hotels, Pensionen und Unterkünfte kann ich 3 Möglichkeiten empfehlen.

  • Das schon angesprochene Radtourenbuch beinhaltet ein eigenes Kapitel für die entsprechenden Unterkünfte. Hier ist aber das Ausgabedatum dieser Lektüre zu beachten, damit die Aktualität des Übernachtungsverzeichnisses auch tatsächlich gegeben ist. Hier nochmals der Link:

    Zum Radtourenbuch Main-Radweg (hier klicken)
     

Diese Tipps können Sie für jede Art von Reisen und Touren verwenden, teilweise sogar auch für's Ausland. Lesen Sie hierzu auch meinen Artikel unter
http://fahrrad-wandern.info/preiswerte-hotels-pensionen-unterkuenfte
 

Weinangebote

Auf eine fröhliche Weinverkostung der Erzeugnisse des Frankenlandes – jetzt gleich bei Ihnen zu Hause

Zum köstlichen Frankenwein (hier klicken)
 

Das umfangreiche Wissen zum Anbaugebiet Franken finden Sie hier:

Wissenswerte Details zum Weinanbaugebiet Franken (hier klicken)
 

Kulinarisches

Für das leibliche Wohl ist auch gesorgt. Probieren Sie die schmackhaften Rezepte der fränkischen Küche.

Zu den speziellen Rezepten der fränkischen Küche (hier klicken)
 

Fluss-Kreuzfahrten auf dem Main

Wer seine Radtour mit dem Schiff kombinieren möchte, findet hier seine persönlich beste Wahl:

Zu den Flusskreuzfahrten auf dem Main (hier klicken)
 

Selbstverständlich können Sie den Main auch ohne Fahrrad auf einer Schiffsreise erleben. Auch hierfür können Sie diesen Link verwenden.

 

Zum guten Schluss

Ich wünsche Ihnen eine unvergessliche Tour an diesem wunderschönen Fluss namens Main. Dabei ist es egal, ob Sie mit dem Fahrrad, dem Schiff, dem Auto, dem Cabriolet, dem Motorrad, dem Caravan oder einem sonstigen Vehikel unterwegs sind. Dieser Fluss wird sich immer von seiner schönsten Seite zeigen – denn er hat gar keine andere.

In diesem Sinne

Ihr
Benno Siegrist

 

P.  S.  :

Auch im Bereich der organisierten Radreisen gibt es viele Möglichkeiten die wundervolle Vielfalt des Main zu erkunden. Bei den folgenden sehr empfehlenswerten Angeboten bekommen Sie alles, was Sie für eine unvergessliche Radtour am Main brauchen. Hier können Sie sich entspannt auf Ihre komplett vorbereitete Radtour begeben. 

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  Main-Radweg Klassiker

  Bamberg – Aschaffenburg
  8-tägige Streckenreise

  hier klicken und mehr erfahren        

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  Main-Radweg kurz

  Von Bamberg nach Würzburg
  5-tägige Streckenreise

  hier klicken und mehr erfahren        

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  Main-Radweg Oberlauf

  Von Kulmbach nach Würzburg
  7-tägige Streckenreise

  hier klicken und mehr erfahren        

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  Main-Radweg total

  Kulmbach – Aschaffenburg
  10-tägige Streckenreise

  hier klicken und mehr erfahren        

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  Main sportiv

  Von Kulmbach nach Aschaffenburg
  7-tägige Streckenreise

  hier klicken und mehr erfahren        

 
P.  P.  S.  :

Haben Ihnen diese umfangreichen Informationen zu der ausgezeichneten Radtour am Main geholfen?

Dann sollten Sie Ihre geplanten Einkäufe und Buchungen ausschließlich über die hier angebotenen Links abwickeln.

So können Sie günstig einkaufen und gleichzeitig meine Arbeit unterstützen, ohne dass Ihnen zusätzliche Kosten entstehen.

Und ich kann Ihnen auch weiterhin all die nützlichen Tipps und Informationen kostenlos zur Verfügung stellen
 
 
P.  P.  P.  S. :

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